Donnerstag 28.06.-29.06. 705 km — 1 Nacht Graz, Österreich
Übernachtung im Centro Hotel Strasser
https://www.centrohotels.de/de/standorte/graz/Centro_Hotel_Strasser/Strasser.html
Eggenberger Gürtel 11, Gries, Graz, 8020, Österreich, Telefon: +43 316 713977
Nach einer langen Fahrt (wir sind etwas später los - es war sowieso Regen vorausgesagt) kamen wir erst um 19 Uhr und mit viel Hunger im Hotel in Graz, der Hauptstadt der Steiermark, an.Graz ist die zweitgrößte Stadt Österreichs mit ca. 280.000 Einwohnern und war 2003 europäische Kulturhauptstadt. Man findet viele Gebäude aus der Renaissance und dem Barock und moderne Architektur, wie die Insel in der Mur und das Kunsthaus.
Das Hotel Strasser liegt etwas außerhalb, und wir mussten ein bisschen laufen, um in die Innenstadt zu kommen. Das Wetter war entgegen der Vorhersagen super, deswegen haben wir uns gleich die Fotokameras geschnappt und sind in die Stadt geschlendert.


Blick auf das Wahrzeichen, die Insel in der Mur und das Kunsthaus...
Kirche, Work-Life-Balance mit Manner und Einhorn-Gin
Wegen unseres Hungers sind wir statt zuerst Sehenswürdigkeiten zu suchen, erstmal im „Der Steirer“ eingekehrt (in der Nähe des futuristischen Kunsthaus Graz, www.der-steirer.at), super leckeres Restaurant auch mit steirischen Tapas. Zu empfehlen als Tapas sind das Tafelspitz mit Kürbiskernöl, Letschogemüse (eingekochte Paprika, Tomate, Zwiebeln) mit Hühnchen und Räucherforellencreme. Faschiertes haben wir nicht genommen, das ist übrigens Frikadelle. Als Hauptgang gab es ein Backhendl für Frank und für mich die Steirische Pfandl mit Pute, Schwammerl, Speck und Butterspätzle.
Danach liefen wir noch etwas durch die Altstadt: Zum Rathaus, Eis essen (Topfencreme war lecker) und bis zum Mausoleum von Ferdinand 2. Danach wieder den ganzen Weg zum Hotel zurück. Am nächsten Tag frühstückten wir im Hotel (ganz ok) und sind gleich weitergefahren.
Franziskanerkirche, gemütliche Restaurants in der Altstadt, Rathaus, Hauptplatz, Mausoleum Kaiser Ferdinand II
29.06.-01.07. 302 km — 2 Nächte Plitvicer Seen, Kroatien
Bed and Breakfast Villa Nena https://www.bedandbreakfast.eu/privatzimmer/jezerce/b-b-villa-nena/3276370
Plitvica Selo 75, Plitvica selo, 53231, Kroatien - Telefon: +385914567098
Informationen zum Nationalpark: https://np-plitvicka-jezera.hr/de/
oder https://www.kroati.de/kroatien-infos/wandern-im-nationalpark-plitvicer-seen.html#wanderrouten
Am Freitag, 29.06. begrüßte uns strömender Regen bei der Ankunft am Nationalpark und dauerte den ganzen Abend und die ganze Nacht an. Wir hielten zwar vorher auch schon in Sunj (nördlicher Ortsteil: Rastoke 25b, 47240, Slunj, Kroatien), um ein paar Wassermühlen zu sehen und zu Baden (denn Baden ist dann im Nationalpark nicht erlaub), aber kaum aus dem Auto ausgestiegen, fing es an heftig zu regnen.
Slunj, Ortsteil Rastoke mit 22 erhaltenen Wassermühlen (die meisten sind aber privat), besichtigen kann man eine vom Gasthaus Pod Rastockim krovom
Der Regen hielt an...Wenn es am nächsten Tag so geregnet hätte, hätten wir uns die Wanderung durch den Park getrost sparen können. Ich habe lange nicht mehr so viel Regen gesehen. Dafür wurden wir herzlich mit Regenschirm von Nena empfangen und trocken ins Haus geleitet. Das Zimmer war etwas alt, aber angenehm. An diesem Tag haben wir nur geschlafen, gedöst, gelesen...Eigentlich gibt es kein Restaurant bei Nena, sie bietet ihren Gästen aber an, dass sie für sie kocht. Wir mussten die frische Forelle von Nena natürlich probieren, sie wurde im Internet ja auch schon gelobt, und wir fanden sie auch sehr lecker! Der Wein „Grasevina“ vom Weingut Kutjevo war auch lecker, im Markt kostet er ungefähr 10 Euro.
Samstag, 30. Juni 2018
Bei schönstem Wetter (wo ist denn der Regen hin?) sind wir früh aufgestanden, um den Massen im Nationalpark zuvorzukommen. Eigentlich ist Villa Nena nur 50 Meter vom größten Wasserfall Kroatiens, dem "Veliki Slap"mit 78 m, entfernt, aber wir hatten noch keine Eintrittskarte für den Park. Deswegen sind wir um halb 8 zum Eingang 1 gefahren, dort konnten wir 20 Minuten umsonst parken, mussten aber ein Stück zum Kartenverkauf laufen. Trotz viel Verkehr musste Frank nicht lange in der Schlange warten. Wir haben 150 Kuna pro Karte bezahlt, das war der letzte Tag in der Nebensaison! Ab Juli kostet die Karte dann 250 Kuna. Erstmal sind wir zurückgefahren zur Villa Nena und haben lecker gefrühstückt und kräftigen Kaffee getrunken. Die selbstgemachte Hagebuttenmarmelade war auch super, gibt’s aber nicht für jeden Gast :-)
Nach dem Frühstück sind wir Nenas Beschreibung nach zuerst ein Stück die Straße zurückgelaufen, über die Brücke und dann rechts, um ein paar Ausblicke auf die Wasserfälle und die Seen zu genießen. Mir hat es den Atem geraubt, so schön fand ich den Blick von oben und bei den nicht so richtig befestigten Ausblicken wurde mir schon etwas schwindelig.
Eigentlich war das auch der schönste Teil des Tages: wir waren allein bei den Ausblicken und konnten uns ganz viel Zeit für Fotos nehmen...
Veliki Slap, Aussichtspunkt unter Wasser, Blick auf die Seen



Touristen tummeln sich schon auf den Holzstegen...
Theoretisch hätte man auch den direkten Weg vom großen Wasserfall aus nach unten nehmen können, der Weg ist aber seit einiger Zeit gesperrt. Wir liefen also die Straße in die andere Richtung, zum Parkeingang (dort gab es früher auch mal einen Ticketverkauf, jetzt ist dort nur noch ein Häuschen und eine Person kontrolliert Tickets, gibt aber keine aus) und danach Richtung P3 (wahrscheinlich Pier 3), von dem man das Boot zu den Unteren Seen nehmen kann. Neben der Straße gab es wieder ganz viele tolle Ausblicke.
Der Nationalpark Plitvicer Seen wurde 1949 gegründet und ist mit 296 km² der größte Nationalpark Kroatiens und seit 1979 Unesco-Weltkulturerbe. 16 türkisfarbene Seen sind hier verbunden mit vielen unterschiedlichen Wasserfällen oder Kaskaden, es gibt 1267 Pflanzenarten und viele Tiere, eigentlich auch Bären, Wölfe und Luchse, die sich aber gut vor uns versteckt hielten :-)
Auch ein Eingang, aber ohne Ticketverkauf, Schlange an P3, Kozjak See
Leider war bei P3 eine riesige Schlange und es fuhren nicht so viele Schiffe. Wir entschieden uns, doch den Weg „K2“ am See Kozjak zu nehmen und zu wandern, statt ewig zu warten. Allerdings war nach kurzer Zeit Schluss, denn der Weg endet im Wasser – er war vom gestrigen Regen (und Nena meinte es regnete schon seit vielen Tagen) überspült. Da es im Nationalpark streng verboten ist zu baden oder seine Füße ins Wasser zu halten, versuchten wir uns an einem Trampelpfad, der nach oben führte, um die Stelle zu umgehen. Es ging 500 Meter bergauf, ich war knallrot und fertig und dann ging es doch nicht weiter.. also sind wir alles wieder runter, haben versucht, im Schlamm nicht ausrutschen und zogen die Schuhe aus, um durch das Wasser zu waten... Es war gar nicht so schlimm (für uns, für die Seen weiß ich nicht…), aber noch mehrere Male bestand der Weg nur aus Schlamm und war schwer zu überwinden. Frank hatte dann doch einen nassen Fuß – die Wandersocken waren aber so gut, dass es ihn nicht weiter störte.
Weg in den See...
Außerdem waren die Ausblicke sehr schön: türkise Seen, klares Wasser und Sicht bis auf den Grund, Blumen, Raupen, Schmetterlinge, Spiegelungen etc. Und man konnte noch von weitem die Touristen sehen, die den Wasserweg genommen haben.
Einfach super, das Farbspiel mit den Blättern, dem See und den Spiegelungen...


Endlich bei den Unteren Seen angekommen, wurde es dann fast unerträglich voll. Alle Touristen, die die Regentage abgewartet hatten, waren jetzt im Park, die Tagesausflügler von Zadar und Split waren mit den Bussen auch schon da. Leider sind die Wege nicht so gebaut, dass man hier lange stehenbleiben und Bilder machen kann.. nur wollte das jeder! Hier ein Selfie, dort noch schnell den Wasserfall, dann ein Selfie mit Partner, einmal mit Kind, dann alle zusammen… So hieß es häufig warten, vorsichtig laufen und geduldig sein.Und trotz der Touristenmassen an den schönsten Orten: die Wasserfälle sind einfach unglaublich schön und ich konnte nicht genug davon kriegen. An St3 (Station 3) angekommen, stand auf der Karte, dass es eigentlich ein Café geben sollte, aber weit gefehlt. Es gab ein paar Gefriertruhen mit Eis (zugeschlossen), aber keine Bedienung. Das haben wir übrigens häufiger erlebt. Also sind wir lieber mit dem Elektrobus zu St2 gefahren. Dort ist auch der zweite Eingang und somit war die Infrastruktur dort besser. Wir holten uns ein Eis auf die Hand und gingen am anderen Ufer des Kozjak wieder zurück.
An dem See gehen nicht viele entlang, die meisten nehmen tatsächlich das Boot. Wir wollten dann aber doch noch mal den großen Wasserfall von unten sehen. Mussten aber wegen des gesperrten Weges alles wieder zurückgehen. Insgesamt sind wir so 16,2 km gelaufen.
Obere Seen...
Hier ein bisschen Rauschen...
Statt direkt ins Zimmer zurück, nahmen wir das Auto und fuhren in den nächsten Supermarkt, damit wir am nächsten Tag etwas für die Fahrt haben würden. Den Plus-Markt im nächsten Dorf haben wir allerdings nicht gefunden. Wahrscheinlich in einem Apartmenthaus drin? Der nächste Ort hatte aber einen gut ausgestatteten Markt, inklusive kühles alkoholfreies Bier. Schon im Supermarkt konnten wir sehen, wie es draußen immer dunkler wurde. Kaum ins Auto eingestiegen, fing es an zu schütten und zu Gewittern. Wir fuhren dann zurück und nach einer Dusche ruhten wir kurz aus. Nena machte uns abends sehr leckeres Lamm, Salat, Kartoffeln und Möhren.















































































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