23.07.2007 Taronga Zoo

Mit der Fähre ging es am Montag vom Circular Quay Richtung Taronga Zoo. 15 $ für ein Tagesticket Fähre und 38$ Eintritt für den Zoo... Puuhhh.. in Sydney kann man sein Geld schon loswerden!
Aber die Mission "Finde den Wombat" muss auf jeden Fall zu Ende geführt werden!!!
Die Giraffen konnte man für diesen Ausblick nur bewundern.... Ansonsten gibts die ja auch in jedem anderen Zoo... Mit diesem Riesenbaby war ich unterwegs...

Der Frühling hält, was er verspricht: Es ist warm und sonnig. Bei den Australiern scheint der Frühling auch komische Gefühle zu wecken: Einige springen in T-Shirt und kurzen Hosen rum, andere haben aber noch ihre Winterboots, Schals, Mützen und Handschuhe an (bei uns würde keiner auf die Idee kommen, bei den Temperaturen Handschuhe zu tragen)...
Na ja, aber weil Bootfahren eine windige Angelegenheit ist, habe ich mir ein Tuch um den Hals gebunden :-)
Die erwähnenswerten Tieren werde ich in den Blog nehmen. Ich finde, da der Wombat am nächsten mit dem Koala verwandt ist, ist auch dieser es wert, einen Platz in meinem Blog zu bekommen:


Dieser hier hat doch ne witzige Art zu schlafen :-)))

Koalas schlafen 20 Stunden am Tag, ansonsten fressen sie, einen haben wir dabei erwischt :-)
Das Schöne an Taronga Zoo ist, dass man die Tiere im Grunde anfassen kann. Natürlich soll man es nicht.. Hab mich auch fast immer daran gehalten ;-)

Ja gut, die Leistenkrokodile konnte man und wollte man eigentlich nicht anfassen. Sie können bis zu 7 Meter (!) lang werden, tauchen in tropischen Lagunen in Australien, an Flussmündungen und Buchten auf. Ihr Angriff ist so schnell, dass man nicht mal mehr schreien kann.. Die größten Krokos auf Erden...

Das Tier von Ice Age haben wir auch gefunden.. Die Viecher sind aber extrem schnell und schwer zu fotografieren. Hier nur das Infoschild...

Tataaaaaa.. ein gelerntes Model: Der Kormoran. Er verstand es hervorragend, sich bei den Zuschauern in Pose zu setzen :-)

Und endlich habe ich ihn gefunden: Den Wombat!!!
Wombats schlafen 16 Stunden am Tag, das haben sie auch getan als ich im Zoo war...

Oder sie haben sich zwischendurch mal gekratzt...

Nach einer 3/4 Stunde, (David hatte ich bereits gesagt, er soll sich weiter umgucken und mich irgendwann wieder von den Wombats abholen) ist tatsächlich ein Wombat aufgewacht..

Hab mich wie ein Schneekönig über dieses Bild gefreut.. Konnte ja nicht wissen, dass es noch besser kommen würde!
Die hier gezeigten Wombats gehören zu den "hairy-nosed Wombats" und einige Erklärungen auf den Infoschildern waren interessant:
Entgegen der Auffassung, dass es faule, träge und langsame Tiere sind, können sie auf kurze Strecken bis zu 40 km/h schnell laufen!!!! Wombats sind eher Einzelgänger, auch wenn sie manchmal ihr Höhlensystem miteinander teilen.
Nachdem ich glücklich aus der Wombathöhle herausgekommen bin und David bei dem Emu gefunden habe, was mich etwas böse angebrummt, ja gebrummt, hat als ich es fotografiert habe, konnte die Entdeckungstour weitergehen...

Wallabys und Känguruhs...


Kein Gitter, keine Mauer oder sonst was zwischen uns und den Tieren...

Der Tasmanische Teufel war hinter einer Scheibe und total aufgedreht. Ich war überrascht, wie süß dieses Tier in Natura aussieht. Im Fernsehen mit seinen seltsamen Lauten und diesen spitzen Zähnen fand ich ihn nie besonders interessant. Dieses Exemplar lief jedenfalls wie von einer Biene gestochen die ganze Zeit rum, schnüffelte an allem und fiel plötzlich auf den Boden und schlief sofort ein... Natürlich an einem zum Fotografieren ungünstigen Platz.... Deswegen hab ich ihn nur beim Laufen erwischt...

Dingos gabs natürlich auch...
Danach kamen noch 2 Highlights: Die Kloakentiere!

Einmal das Schnabeltier, welches

auch ein eher aufgewecktes Tier ist und schwer zu fotografieren und sein Verwandter der Ameisenigel!

Kloakentiere sind so etwas wie eine Mischung aus Reptilien und Säugetier, die erste Nachricht von Schnabeltieren kam 1799 nach England, wo man sich fast 1 Jahrhundert darum stritt, zu welcher Gattung sie nun gezählt werden sollen. Die Nachricht besagte, dass ein zahnloses, Eier legendes, halb im Wasser lebendes Tier mit Fell existierte, einem Enten-ähnlichem Schnabel, dem Schwanz eines Bibers, mit Füßen, die sowohl als Schwimmhäute als auch Krallen hatten, einer Öffnung namens Kloake, die sowohl als Geschlechts- wie auch als Ausscheidungsorgan diente. Man zählte sie schließlich zu den Säugetieren. Sie legen zwar Eier, aber säugen ihre Jungen.
Sie existieren nur in Australien und Neuseeland. Und ich hab sie schon live gesehen :-)

Aber dann kam es noch besser! Es gab auch noch einen weiblichen Wombat in einem Außengehege! Dabei handelte es sich um einen "Common Wombat", eine sehr zutrauliche Wombatine, die bald nach Thailand verlagert wird...

Aber ich durfte sie noch bewundern und hab sie (als keiner geguckt hat) auch gestreichel

t ;-) (man konnte ganz leicht über die niedrige Mauer greifen)
Später (nicht meine Schuld) ist sie auch mal kurz aufgewacht, ging drei Schritte und ist wieder eingeschlafen...

Mission erfolgreich abgeschlossen.
Auf gings mit der Seilbahn zurück

zur Fähre mit einem kleinen Abstecher an einen kleinen Strand...



Die Fahrt mit der Fähre war toll.. Die Sonne sollte bald untergehen und die Oper und

Skyline hatten einen roten Schimmer


...