
Nach einigen Regentagen (auch mit Sturm und Hagel) hat in Sydney zum Abschied doch noch mal 3 Tage die Sonne geschienen...
Samstag habe ich mir die Schwulen und Lesbenparade angesehen. Mardi Gras in Sydney...

Gutes Wetter war natürlich die beste Voraussetzung für das, was ich am liebsten in Sydney mache: Faul an meinem Lieblingsstrand rumliegen! Coogee Beach


Was ich auch noch gerne in Coogee mache: Im Beach Palace Hotel auf der Dachterrasse ein Bierchen trinken... oder auch einen Cidre... wenn die Terrasse zu ist, auch mal gerne was essen...


Dann noch mal durchs CBD schlendern...




Harbour Bridge...


Außerdem wollte ich die Oper noch mal sehen und die reflektierenden Fliesen bei Sonne
fotografieren...

Über das Fazit muss ich mir noch etwas Gedanken machen.. Das Jetlag und eine Erkältung schlauchen mich momentan noch, außerdem bin ich mit Assessment Centre, Vorstellungsgesprächen und alltäglichen Herausforderungen beschäftigt...
Auf jeden Fall bin ich etwas entspannter geworden. Ich glaube, das hat weniger mit der australischen Mentalität zu tun als mit dem Umstand, einige Zeit ohne jegliche Perspektive zu leben, nie zu wissen, was kommt (z.B. ob man einen anständigen Job findet - weil man nur auf das Visum reduziert wird oder ein Visum zu bekommen, weil da nur die Ausbildung oder ein Sponsor ausschlaggebend sind) und die Gedanken an die Zukunft so gut wie möglich zu verdrängen. Et kütt wie et kütt...
Ich habe einiges über Aufenthaltsgenehmigungen in Australien gelernt, was mich vorsichtiger macht für jeden neuen Gedanken evtl. auch in einem anderen Land bleiben zu wollen, und mir klarer gemacht hat, dass ich der deutschen Nationalität angehöre - in diesem Fall nicht aufgrund der Mentalität, auch wenn es hier Unterschiede gibt. Eine zeitlang in einem anderen Land zu sein, gibt mir zudem eine andere Perspektive auf die Vergangenheit, man verarbeitet viele Dinge erst mit einem gewissen Abstand und durch räumlichen Abstand lernt man auch, wer wahre Freunde sind. Für mich wird es nicht der letzte Auslandsaufenthalt gewesen sein, aber vielleicht mit anderen Erwartungen und Hoffnungen als dieses Mal.
Die Reisen in Australien waren die großen Highlights meines Aufenthalts. Australien ist ein Land der Kontraste, es gibt so viele unterschiedliche Landschaften und zahlreiche Aktivitäten, die einem eine spannende Zeit garantieren. Gefährliche Tiere und Wanderwege geben einem den nötigen Kick, selbst in Sydney kann das Adrenalin wegen Spinnen in die Höhe schnellen oder die Begeisterung über einen nervenden Kakadu oder Schwärme von Flughunden, die abends zum Meer fliegen, mitreißen.
Sydney ist eine fantastische Stadt, aber eigentlich nur bei schönem Wetter. Und durch La Nina hatten die Sydneysider diesen Sommer extrem viel Regen und kühle Temperaturen. Ich hatte mir den australischen Sommer anders vorgestellt. Das Geld geht einem in Sydney leider schnell aus, es ist eine teure Stadt. Dafür ist Sydney neben Melbourne die einzige Stadt, die nicht langweilig wird. Es gibt genügend Restaurants, Bars, kulturelle Angebote, zahlreiche Shoppingmöglichkeiten, spektakuläre Wanderwege, viele Festivals und andere Events, wunderschöne Stadtstrände und Parks, die Sydney zu einer Stadt mit hoher Lebensqualität machen.
Auf Wiedersehen, Sydney! Ich hatte eine schwere, aber auch schöne und unvergesslic
he Zeit bei Dir!