Finnland ist fast so groß wie Deutschland und hat nur 5,3 Millionen Einwohner. Was ich aber noch interessanter finde ist, dass Finnland 187.888 Seen hat. Die Sonne geht aktuell um 23:10 Uhr unter und um 3:45 Uhr wieder auf. Temperaturen lagen zu der Zeit als ich da war zwischen 12° nachts und 22° tagsüber.

Anflug auf Finnland...

Die Muttergesellschaft von A+W Software AG heißt glaston und sitzt in Tampere, Finnland. Dort sollte für die wichtigsten Marketingabteilungen mit der Agentur Grow, die für glaston eine neue CI entwickelt haben, ein Brand Training stattfinden. Anwesende waren Marketingmitarbeiter von glaston Brasilien, glaston China, Bavelloni (Italien), glaston Finnland, externe Agenturen von glaston, mein Chef, eine Kollegin, 1 externe Agentur von A+W und ich. Hintergrund ist, dass A+W erst letztes Jahr von glaston übernommen wurde und glaston auch selbst erst seit 1 Jahr eine neue CI hat, welche natürlich nicht zu unseren Farben und Formen passt: glaston ist türkis und gelb, wir sind dunkelblau und hellgrau. Wir hofften zu erfahren, wie wir das Logo von glaston und das "Goldene G" zusammen mit unserem Logo verwenden können.. Kompliziert.. Allerdings hatte sich die Agentur Grow schon etwas anderes ausgedacht. Es war vielmehr ein Workshop, der aufdecken sollte, wo wir (als glaston) uns sehen, wo wir hinwollen, wie wir uns am Markt positionieren wollen und was uns dafür fehlt...
Muttergesellschaft glaston...Ob das Ganze hilfreich war, wird sich in Zukunft zeigen. Interessant war die Reise dennoch: Jetzt habe ich Gesichter im Kopf, wenn ich mit ihnen kommuniziere und habe auch ein bisschen die Menschen kennengelernt. Die Finnen sind mir sehr sympathisch, alle haben etwas Herzliches an sich, auch wenn sie erstmal zurückhaltend sind.
Gespannt war ich auf das Treffen aber nicht nur, weil sich das Auftreten von glaston in der Öffentlichkeit immernoch ändert und ständig angepasst wird, sondern weil auch personelle Änderungen im Gange sind. Die langjährige Marketingchefin von glaston ist im Grunde nicht mehr für die Firma tätig, was wir erst vor knapp 2 Wochen erfahren haben (die Finnen haben 1 Monat Kündigungsfrist) und auch jetzt ist nicht klar, wer sie ersetzen wird.
Da es auch bei A+W Änderungen geben wird, wir aber noch nicht genau wissen, wie die aussehen, ist mir die Arbeit ehrlich gesagt etwas ZU spannend. Zumal ich noch in der Probezeit bin und nicht weiß, ob und wenn ja welchen Platz ich nach Änderungen einnehmen soll. Jeden Tag, wenn es Neuigkeiten gibt - von A+W oder von glaston - überlege ich (und meine Kollegen) automatisch, ob die etwas mit den Änderungen zu tun haben und welche Auswirkungen das alles auf mich/uns haben könnte. Emotional aufreibend würde ich es beschreiben. Welcher Mensch kommt gut damit klar zu wissen, dass sich etwas ändert und dass es ihn direkt oder indirekt betreffen wird, aber ihm wird nicht gesagt was...? Sicherheit gibt es leider nirgendwo mehr. Schön, dass ich mich mit meinen Kollegen so gut verstehe und mich auch sonst sehr wohl fühle, so trägt man die Vorkommnisse mit Humor :-)
Die Vorahnungen und Gedanken hielten mich natürlich nicht davon ab, die Reise nach Finnland zu genießen. Geflogen bin ich zusammen mit meiner Kollegin, die leider Flugangst hat und das Umsteigen in Stockholm in eine Fokker 50 nicht so positiv aufnahm... Es ging jedoch alles gut.Am Abend trafen wir uns mit unserem Chef und einer Mitarbeiterin einer externen Agentur, um Essen zu gehen und uns in Tampere etwas umzuschauen. Die Stadt ist nicht sonderlich schön, sie wird auch Manchester des Nordens genannt...

Tampere liegt im südwestlichen Finnland, 180 km von Helsinki entfernt. Die Stadt hat ca. 200.000 Einwohner und liegt zwischen zwei Seen: Näsijärvi und Pyhäjärvi. Diese Seen haben einen Höhenunterschied von 18 m und werden durch eine Stromschnelle verbunden, die mitten durch die Stadt fließt.

Wir fanden ein nettes Künstler-Restaurant (Tillikka) mit Terrasse und Blick auf die Stromschnelle.
Spezialitäten von Tampere sind Mustamakkara und Riävä. Ersteres ist eine Art Blutwurst mit Preiselbeermarmelade und zweiteres ist Hefebrot. Auf dem Vorspeisenteller haben wir nur das Brot probiert.


Old Church und
Orthodox Church...


Rathaus und
Kathedrale...
Nach der Tagung in den glaston Räumlichkeiten in einem der Industriegebiete von Tampere, waren wir noch finnisch essen (na ja...) und danach im Café Europa. Die Atmosphäre war dort ganz schön: internationales Publikum vor alter Wohnzimmereinrichtung..

Café Europa...
An meinem letzten Tag hatte ich Freizeit bis mein Flug ging, also sind meine Kollegin und ich zu einem schönen Park namens Pyynikki gefahren. Dort gibt es auch einen Aussichtssturm (1929). Er ist zwar nicht so hoch wie der Turm im Freizeitpark von Tampere, verlangt dafür aber auch keinen Eintritt.

hyvää päivää = Guten Tag
moi= hallo
moi moi= tschüs
mitä kuuluu? = Wie gehts?
kiitos hyvää= danke, gut
minä olen väsynyt = ich bin müde
minä rakastan sinua = ich liebe dich
hyvää ruokahalua = guten Appetit
kippis! = Prost!


Wege durch den hellgrünen Wald...


Pyynikki ist Teil des 200 km langen Moränenmassivs, welches das höchste der Welt ist (162m über Meeresspiegel) und sich während der Eiszeit gebildet hat (vor 10.000 Jahren).


Vom Aussichtsturm gingen wir zuerst Richtung Süden an das Seeufer bis zu einem Badestrand. Das Wasser war etwas zu kalt zum Baden...




Von dort aus liefen wir am See entlang, kamen dann an die Stromschnelle und erreichten so schnell wieder die Innenstadt.


Bis dahin brauchten wir aber ein paar Stündchen und der Weg war wirklich sehr schön und lieferte verträumte Bilder der finnischen Landschaft...


Rückflug Richtung Copenhagen...

Anflug auf Frankfurt..















