Donnerstag, 30. Juli 2015

Island - Rundreise 2015 TEIL 2

Fjadrárgljúfur
05.07.2015  Höfn - Fagurholsmyri (130-230 km)

Etwas weiter Richtung Westen auf der Ringstraße kommt man direkt an Jökulsarlón, einer Gletscherlagune, vorbei. Häufig sind hier auch Robben zu sehen, wir hatten jedoch kein Glück. Das Eis war trotzdem schön anzusehen. Hier könnten sich Glaskünstler inspirieren lassen - besonders bei den Eisstücken am Strand, die schon etwas geschmolzen sind.





Am Strand hat das Eis auch noch mal eine andere Farbe - auch wenn die Fotoapparate ebenfalls eine Blau- oder Türkisvorliebe hatten...











Auf der Weiterfahrt kamen wir immer wieder an Gletscherzungen des Vatnajökull vorbei...


Skaftafell Nationalspark: Vom Campingplatz aus im Nationalpark führen mehrere Wanderwege durch das Gebiet. Zum sogenannten Schwarzen Wasserfall Svartifoss dauert es nur 45 Minuten. Schwarz heißt er, weil das Wasser über schwarze Basaltsäulen nach unten stürzt. Wir wurden von unserem Touranbieter in das Hotel Skaftafell gebucht, leider nicht empfehlenswert: Unfreundliche Rezeption, Kantinenessen für einen hohen Preis und Container als Hotelzimmer.

06.07.2015 Fagurhólsmýri - Selfoss (290 km)

Kirchenboden Kirkjugólf: Mitten auf einer Wiese liegen von Eis und Wasser glatt gescheuerte Basaltsäulen, die aussehen wie ein gepflasterter Boden.


Fjadrárgljúfur - Diese 2 Millionen Jahre alte Schlucht bei Kirkjubaejarklaustur ist wirklich wunderschön: Türkises Wasser in bemoosten schwarz-beigen Felsen. Sie besteht aus Tuff, Lava und Intrusionen. Im Reiseführer Baedeker ist sie gar nicht gesondert gekennzeichnet, aber in der Einleitung über Island ist ein Bild zu sehen, deswegen wollte ich da unbedingt hin. Hat sich gelohnt!



Vik í Mýrdal - schwarze Strände, Geschäfte mit isländischen Wollsachen und ein(e)? Skua (Raubmöwe)





Die Felsen im Wasser und am Strand sollen versteinerte Trolle und Riesen sein. Ja klar.. Aber sehr schön. Nur schlecht zu fotografieren am schwarzen Strand. Das mit den Trollen wird wohl ein Schwarz-Weiß Bild für den Flur...


Kap Dyrholaey (Torhügelinsel) - südlichster Punkt Islands



Der  Traktorfahrer gehörte zu einer Demo und sah einfach nett aus. Gegen was demonstriert wurde, haben wir nicht herausgefunden







Gletscherzunge Solheimajökull 

Hier kann man bequem zum Gletscher hinlaufen - nur dass wir nicht so richtig Lust hatten. Es waren viele Touris unterwegs und so dreckig wie der Gletscher war, hätte ja mein Cocktail auch nicht wirklich gut geschmeckt.. also weiter...


Wenn Island von etwas zu viel hat, dann sind es wohl Wasserfälle. Der Skógafoss ist 25 m breit und das Wasser fällt 60 m tief. Eingerahmt von grün bewachsenen Felsen bei Sonne - toll, der Regenbogen am Fuß ist noch das i-Tüpfelchen.


Den Seljalandsfoss kann man auch von hinten betrachten - allerdings nicht, wenn man trocken bleiben will!



Abends waren wir in Selfoss, im Tryggvaskali Restaurant essen. Für uns war es das leckerste Essen Islands!

 
Hummersuppe, Lammfilet und Mousse au Chocolat mit Pistazieneis und gefriergetrockneten sowie frischen Erdbeeren.. hmmmm...

Übernachtung im Fosstún Apartment Hotel - ganz ok.

07.07.2015 Selfoss - Golden Circle - Reykjavik (220 km)

Der 55 m tiefe Kerið Krater ist einer von fünf Kratern im Grímsnes-Vulkanfeld. Hier haben wir zum ersten Mal Eintritt für eine Sehenswürdigkeit bezahlt: 2 Euro - für den Naturschutz.





Der Gullfoss (goldener Wasserfass) besteht aus zwei Fallstufen. Das Wasser stürzt bei der zweiten 70 m in eine Spalte. Im Sommer sind es 130 m³ Wasser pro Sekunde (angeblich wurden Rekordmengen von 2000 m³ schon gemessen). Da der Gullfoss zum sogenannten "Golden Circle" gehört, eine Route, zu der auch der Geysir und der Nationalpark Thingvellir zählen, sind hier schon einige Touristen unterwegs. Auch, weil die Route schnell von Reykjavik zu erreichen ist.


Geysir Strokkur: Alle paar Minuten schießt der Strokkur Wasser in die Höhe. Geysire sind heiße Springquellen, die vom Grundwasser gespeist werden. Unter dem Austrittsloch liegt ein Schacht, in dem eine Wassersäule steht, die durch Erdwärme erhitzt wird. Durch den Druck der Wassersäule liegt der Siedepunkt bei 100° C. Da das Wasser durch den Druck nicht kochen kann, wird der Druck größer, Dampf steigt nach oben, dehnt sich aus, reißt darüberliegendes Wasser mit sich und verdampft explosionsartig.








Der Thingvellir Nationalpark gehört zum UNESCO-Welterbe. Im Herzen liegt eine Spalte zwischen der amerikanischen und der eurasischen Kontinentalplatte. Man bewegt sich dort also zwischen den Kontinenten. In Thingvellir trafen sich im Jahr 930 die freien Männer Islands zu einer nationalen Versammlung, als dessen Nachfolge sich das heutige Parlament sieht.

Das Perlan wurde auf ehemaligen Thermalwasser-Speichern errichtet. Eine Aussichtsplattform bietet einen schönen Rundumblick, und in der Glaskuppe gibt es zwei Restaurants. Auf der unteren Eben ein Selbstbedienungscafé und ganz oben ein gehobenes Restaurant. Das Beste ist die sich drehende Plattform bei dem oberen Restaurant, d.h. beim Menü bewegt man sich einmal 360°. Die Mitte (Küche usw.) bewegt sich nicht. Wie die Kellner einen wohl immer so schnell finden?



Das Essen war sehr gut, aber für uns nicht die Nummer 1. Obwohl der Fisch mit Gurkeneis und dunklen Brotkrumen schon echt lecker war und mal was anderes.



 
08.07.2015 Halbinsel Reykjanes
Die Halbinsel Reykjanes, auf der auch der Flughafen Kevlavik liegt, bietet fast alles, was wir auf der gesamten Reise gesehen haben - nur kleiner. Gut, keine Gletscher, keine Schluchten und keine Wasserfälle, aber immerhin geothermische Gebiete, einen Kratersee, einen Bergsee, Vogelfelsen und Lavafelder.
Wir fuhren erst am Flughafen vorbei zum Nordwesten. Dort liegt Garðskagi mit zwei Leuchttürmen, eine Art Hippie-Dorf.


Sehr viel weiter südlich an der Westküste liegt Hafnaberg. Dort gibt es Vogelklippen, von denen aus man Vögel gut beobachten kann. Allerdings brauchten wir 45 Minuten vom Parkplatz auf Sand zu den Klippen - anstrengend. Hauptsächlich sieht man Möwen und Tölpel, nur 2 Papageitaucher haben wir im Wasser gesehen.





Eine 18 m lange Brücke aus Stahl und Holz überspannt die Kontinentalschlucht Alfagjá und wird "Bridge Between Continents" genannt. An der Südwestspitze liegt Valahnúkur, der Teil eines Vulkankraters. Daneben scheinen wieder Trolle versteinert worden zu sein..


Der Graenavatn Kratersee und Seltún, ein geothermisches Feld, liegen nicht mal 2 km auseinander. Frank ist hier nicht mal mehr ausgestiegen. "Kenn ich schon...", hieß es da :-) Ich konnte den Schwefelgeruch auch nicht mehr riechen, denn in den meisten Hotels wird das geothermale Wasser als Heißwasser hinzugeleitet. Jeden Morgen bei der warmen Dusche also riecht es nach faulen Eiern. Beim Zähneputzen also dringend auf Kalt stellen! Was hab ich am Ende meine heimische Dusche vermisst!


Der Kleifarvatn, ein 10 km² großer Bergsee, bietet schöne Ausblicke. Leider hatten wir keine Zeit zum Verweilen, wir mussten zurück nach Reykjavik, um das Auto abzugeben.

Da kam Franks getrockneter Fisch her:


09.07.2015 - Reykjavík Sightseeing
Reykjavík hat 120.000 Einwohner (200.000 im Großraum) - Vgl. Einwohnerzahl ganz Island = 325.000). Wir haben uns bei bestem Wetter einiges angeschaut, z.B. Solfar, das Sonnenschiff, das Nationalmuseum Islands und den alten Hafen. Unter anderem haben wir auch Flo aus Köln und seine 2 Kumpels auf ein Bier getroffen und waren auf der Dachterrasse eines Hostels (Namen vergessen). In der Fußgängerzone gibt es schöne kleine Geschäfte, Restaurants und wie Ihr seht auch selbstgemachtes Eis.



Die Halgrimskirche ist das Wahrzeichen Reykjaviks (erbaut von 1945-1986) und deren 74,5 m hoher Turm sieht noch größer aus, weil die Kirche auf einem Hügel steht. Je nachdem ob ein Orgelkonzert oder ein Gottesdienst stattfindet, können die Bänke danach ausgerichtet werden und man schaut in die richtige Richtung.




 
Im Nationalmuseum gab es eine Fotoausstellung über alleinlebende Isländer in ländlichen Gebieten. In den oberen Etagen erfährt man viel über die isländische Geschichte, wie Vulkanausbrüche, Krankheiten/Seuchen und Kriege Island beeinflusst haben. Es gab auch eine Ausstellung über die sich wandelnde Rolle der isländischen Frau. Insgesamt sehr interessant - nach 2 Stunden hatte ich aber nicht mehr genügend Konzentration, um noch Iformationen aufzunehmen.


Radhaus ;-)


Harpa, das Konzerthaus, ist ein beeindruckender Glasbau.



Blasmusik in der Fußgängerzone - war wirklich gut!


Der alte Hafen in Reykjavik und unten links ein kleiner Lebensmittelladen mit einem netten Inhaber, der uns zwei Kaffees spendiert hat. Rechts der Briefkasten der Weihnachtsmänner. Jeder, der einen Brief an die isländischen Weihnachtsmänner schickt, bekommt auch Antwort. Ich hab gar nicht so genau hingeschaut, ob alle Weihnachtsmänner die Briefe bekommen, aber in Island gibts 13 von ihnen...




10.07.2015 Rückflug 





Die Reiseroute haben wir vorgebucht, hier ist der Überblick: http://www.dertour.de/rundreisen/autotour-rund-um-island-ringstrasse-und-snaefellsness-reykjavik;kef10595sk/
(Reykjanes und Reykjavik am Ende haben wir zusätzlich gemacht)