Karten für die Altmühl haben wir uns vorher hier heruntergeladen:https://www.naturpark-altmuehltal.de/bootwandern
Außerdem hat www.kanuuh.de die Tagestouren sehr gut beschrieben (mit den Wehren und wie ungetragen werden muss).
Freitag, 1. Juni Treuchtlingen-Solnhofen (15 km)
Geparkt haben wir kostenfrei auf dem Parkplatz der Stadthalle Treuchtlingen. Dort befindet sich ein Einstieg (der aber steil ist, das lange Boot muss schräg getragen werden und jeder benutzt eine andere Treppe; für unempfindliche Boote kann eine Art Holzrutsche in der Mitte genutzt werden) und direkt gegenüber ein Lidl, indem wir uns noch Mittagessen besorgt haben.
Lidl neben dem Parkplatz, Einstiegsstelle und los gehts...
Beim Einlassen und bei jedem Umtragen (leider hat die Altmühl keine Selbstbedienungs-Schleusen wie die Lahn) mussten wir die meisten Packsäcke herausnehmen.
Den Bootswagen haben wir teilweise beim Umtragen gebraucht, also kam er aufgebaut in das Boot.
Anfangs, mindestens bis Pappenheim, hatten wir eine sehr schnelle Strömung, wir mussten aufpassen, dass wir nicht ans Ufer oder umliegende Bäume/ Stämme im Wasser stoßen. Das war etwas unentspannt, gerade wo man sich am Anfang noch sortieren muss.
Ein kleiner Bach, der in die Altmühl floss, war fast zu einem Fluss angewachsen und das Wasser sah danach so aus (da helfen auch die Seerosen nicht viel):
Trotz dieser Brühe haben immer wieder andere Leute in der Altmühl gebadet. Ich fand das Wasser aber nicht sehr einladend.
In Pappenheim machten wir eine kurze Pause beim Umtragen, aber Vorsicht vor den Radfahrern, man muss den Fahrradweg kreuzen. Und vor den Enten und Gänsen, die wirklich frech sind und Kunststücke machen, um an Fressen zu kommen.
Keine Pappenheimer... eine echte Pappenheimerin... und Advanced...
Beim Natur-Camping Aktiv-Mühle in Solnhofen angekommen, war es erst nachmittags und Zeit um zu entspannen. Dort suchten wir uns selbst einen Platz aus, und später konnten wir uns anmelden. Übernachtung 15 Euro. Das Einzige, was mir in meinem Airlounger nach einer Weile Entspannung auf den Keks ging, waren zwei Jungs, die sich einen Pfeil (ohne Bogen) zuwarfen, zwischen all den Zelten. Frank hat’s geklärt...
Dafür musste er sich vor größeren Fressfeinden in Sicherheit bringen...
Die Nacht war auch in Ordnung, nur die Frösche waren laut und die aufblasbare Isomatte hat leider ihre Luft verloren. Der Rücken hat etwas darunter gelitten..
Samstag, 2. Juni Solnhofen - Dollnstein (12 km)
Weil wir im Boot nichts für das "richtige" Camping mitnehmen konnten sind wir für das Frühstück zum Lehner Bäck, auf der anderen Seite der Altmühl. Ein paar Frühstücksangebote gab es, Joghurt, Müsli.. gar nicht schlecht.
Nachdem wir alles zusammengepackt hatten und eine Vogelbeobachterin mit Fernglas von der Treppe vertrieben hatten (sie hatte gerade irgendwas besonderes im Blick, was für Unwissende eher unspektakulär aussah), paddelten wir wieder los. Direkt nach Solnhofen kamen gleich die sogenannten 12 Apostel (Felsformationen, kleiner als gedacht).
Nach ca 5 km kam der Campingplatz Hammermühle, dort mussten wir eh umsetzen, weil wir mit dem Faltboot nicht die Bootsrutsche austesten wollten... also Boot raus und was trinken im Café. Dort hatten wir einen schönen Blick von der Terrasse auf die Bootsrutsche.
Felsen, Felsen, Felsen...
Als es auf dem Wasser immer voller wurde, wollten wir wieder aufbrechen. Es war aber bei so vielen Booten nicht möglich. Teils war es aber amüsant. Ein Mann der einen großen Kanadier allein fuhr (die Frau ist sicher wohlwissend, was passieren würde, ausgestiegen) kenterte. Ein anderes Boot blieb an den Felsen neben der Bootsrutsche stecken, ein weiteres Boot versuchte, einfach irgendwo herunterzufahren und blieb auch ständig stecken (blöd, wenn man die Bootsrutsche nicht findet, und da stand sogar eine Art Einweiser die ganze Zeit rum). Ein Klepper (auch Faltboot) traute sich auch auf die Rutsche. Anfangs sah es auch gut aus, bis er unten drohte, auf einen anderen aufzufahren, Gewichtsverlagerung und schwups: auch gekentert... Unser Problem war, dass jeder, der die Bootsrutsche gefahren ist, auch wieder raus wollte (am sogenannten „Einstieg“), um das Wasser aus dem Boot auszuschütten.
Wir kamen einfach nicht mehr rein. Die naheliegende Alternative war ein Felshang und auch ein Fehler. Den steilen Berg hatten wir geschafft, aber unten am Wasser waren die Steine nass und so auch rutschig. Frank rutschte aus, Boot super, Hose von Frank gerissen und Handy bekam eine Narbe.
Der nächste Umstieg war die Bootsrutsche Hagenacker. Dort war glücklicherweise weniger los.
Dollnstein war dann nicht mehr weit, wir waren kurz vor 14 Uhr da, aber die Rezeption am Campingplatz machte erst um 15 Uhr wieder auf. Ohne Anmeldung durfte man hier jedoch nicht einfach aufbauen. Also gingen wir in das Dorf, um etwas im Gasthof Kirchenschmied zu essen. Trotz kleiner Mittagskarte war es sehr lecker.
Dollnstein...
Stadttor...Im Fass hätte man auch schlafen können... Mein Luxus war mein Airlounger...
Die ältere Frau an der Anmeldung vom Campingplatz brauchte zwar Ewigkeiten für unsere Anmeldung, aber es klappte und wir mussten nicht weiterfahren. Übernachtung 17 Euro
Nach den 2 Sekunden Zeltaufbau (ja wir sind Fans vom Fresh & Black), konnte ich wieder im Airlounger relaxen, danach spazierten wir ins Dorf und zur Burg, und gingen in der Post essen (nicht gut, Convenience).
Die Nacht auf der nicht aufblasbaren Matte war hart und etwas laut. Morgens sind wir aufgewacht durch Kirchenglocken.
Sonntag, 3. Juni Dollnstein - Eichstätt (17 km)
Auch in Dollnstein gabs einen Lehner Bäck auf derselben Flussseite wie der Campingplatz, aber dort gab es kein richtiges Frühstück, nur Stückchen oder Brötchen ohne alles. Hier wäre eine Notfallnutella gut gewesen. Muss ich mir mal zulegen...
Nach dem Zusammenpacken der Schlafsachen brauchte Frank für das Boot zum Fertigmachen eine halbe Stunde. Und weiter ging’s den Fluss runter Richtung Eichstätt.
Wir sahen wieder viele Enten auf der Strecke, einige Felsformationen, Bisamratten, Bachstelzen und andere Vögel. Die beweglichen Sachen fotografieren sich mit dem Handy leider nicht so gut... Insgesamt würde ich auch sagen, dass die Lahn noch etwas mehr Vielfalt zu bieten hat.
Wenn wir in Dollnstein beim Camping nichts bekommen hätten, wäre auch Breitenfurt Camping eine Alternative gewesen, nur 5 km weiter.
Später kamen einige Seitenarme, in die wir auch einmal reingefahren sind, aber ein sehr großer Fisch erschreckte uns, genauso wie wir ihn wohl erschreckt haben, jedenfalls ruckelte unser Boot ordentlich, ich dachte dass wir gleich umkippen. Wahrscheinlich hat er geschlafen und wir sind langsam auf ihn gefahren (es war sehr flach).
Auf der Strecke mussten wir einige Male umtragen und es war ordentlich heiß.
Willibaldsburg, Dom zu Eichstätt und Essen in der Krone
In Eichstätt Stadt angekommen, stellten wir fest, dass der Ausstieg sehr zentral lag. Im Airlounger und mit einer Holunderlimo wartete ich auf Frank, der mit dem Zug mit 1 mal Umsteigen am Hauptbahnhof Eichstätt eine halbe Stunde für 8,80 nach Treuchtlingen gefahren ist und dort das Auto geholt hat.
Noch mal eine halbe Stunde später konnte er auf dem Freibadparkplatz neben dem Ausstieg parken.
Wir packten zusammen, spazierten durch die Stadt und aßen im Gasthof Krone (lecker).
Dann machten wir uns auf den Heimweg...
Warten am Ausstieg, Frank am Zusammepacken der Bootshaut
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