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Dienstag, 15. September 2026

Namibia Rundreise Juli 2026



Diesen Sommer wollten wir mal nach Namibia, um einerseits die Natur und andererseits die deutsche Kolonialgeschichte zu erleben und haben eine kleine Gruppenreise mit SKR gebucht.

Wir wurden schon ein paar Wochen vorher kontaktiert und uns wurde gesagt, dass wir die einzigen Gäste wären, die Reise aber durchaus stattfinden würde, wenn das für uns in Ordnung wäre. Es blieb tatsächlich so, und wir hatten mit unserem Reiseleiter und Fahrer Zorbo sozusagen eine Privatführung.

Namibia ist seit 1990 unabhängig. Von 1884-1915 hieß es Deutsch-Südwestafrika und war deutsche Kolonie. Nach dem ersten Weltkrieg wurde es südafrikanisches Mandatsgebiet. Die Amtssprache ist englisch, es gibt viele Volksgruppen wie Ovambo, Kavango, Herero, Damara, Nama, Caprivianer, San, Rehobother Baster und Himba.





Tag 1 (Di.) - Windhoek



Wir kamen gut in Namibia an, Aber trotz vorher beantragtem eVisa dauerte die Einreise ca eine Stunde. 

Nachdem wir die Koffer geholt hatten, wurden wir durch Zorbo, einen Afrikaaner und sehr erfahrenen Guide (über 30 Jahre in Tourismus), in Empfang genommen. Er ist selbstständig und macht Führungen für verschiedene Agenturen. Die Partneragentur von SKR war Terra Nova. 

Am Flughafen hoben wir erstmal etwas Bargeld bei der Bank Windhoek ab, andere tauschten Geld am Schalter (aber wieder Warteschlange). Nachteil vom Abheben ist, dass nur 3000 auf einmal abgehoben werden können, dann ist unter Umständen das Wechseln günstiger. Man bekommt häufig die südafrikanische Währung (Rand), die das gleiche wie Namibia Dollar wert ist und überall akzeptiert wird. Wir haben aber nur für Trinkgeld und Märkte gebraucht Bargeld gebraucht, sonst funktionierte die Kartenzahlung überall. 


Windhoek liegt auf 1700 Metern und ist von Bergen umgeben mit knapp 500.000 Einwohnern. Trotz deutscher Kolonialgeschichte spricht hier kaum noch jemand deutsch. Es gilt Linksverkehr, aber gerne wird noch Schwarzwälder Kirschtorte gegessen, weil die Infrastruktur von Südafrika und Deutschland aufgebaut wurden ist alles ein schöner Mix.




Wir fuhren erst zum Supermarkt, um Wasser und Snacks zu holen, dann machten wir eine kleine Stadtrundfahrt zuerst zur Christuskirche, das Wahrzeichen der Stadt. Dort gab es schon Schlüsselanhänger zu kaufen, und mehr Händler als Touristen. Wir schauten uns einige Denkmäler und das Independence Memorial Museum in der „Kaffeemaschine“ an (Eintritt frei, man muss sich in ein Gästebuch eintragen, über 3 Etagen, aber eher künstlerisch, Fernseher kaputt und etwas eigenartige Präsentation), fuhren dann zum schönen Bahnhof im alten Stil mit einigen Wagen außen von altem Panzer, über südafrikanischer Lok bis Kolonial Schmalspurlok. 

Die Bahnstrecken werden heutzutage nicht mehr genutzt, Transporte von und nach Südafrika werden mit LKW erledigt.

Dann fuhren wir noch am Kudu Monument vorbei. Kudu komme laut unserem Guide eigentlich von kuduf als Buschmannsprache für das Geräusch, wenn die Antilopen springen und die Hufe gegeneinander schlagen.













Wir fuhren etwas früher ins Hotel (Hotel Thule) und hatten so noch freie Zeit, am Pool zu liegen und die schöne Aussicht zu genießen.

Dort trafen wir eine Frau mit Deutschlandtrikot, deren Mann und Sohn so enttäuscht von den Deutschen waren…(WM gegen Paraguay) - gut dass wir im Flugzeug saßen und das Spiel verpasst hatten. 

Am Pool gab es einige Klippschliefer, die genetisch mit dem Elefanten verwandt sind, und Echsen, also viel zu beobachten. 












Wir entschieden uns, im Hotel zu essen und nicht mehr in die Stadt zu fahren. (Info Taxi ungefähr 100$ von Hotel ins Zentrum, umgerechnet etwas mehr als 5€)

Bei Sonnenuntergang hatten wir im Hotel ein sehr gutes Dinner mit leckerem Oryx Steak. (Game steak für wildsteak, man muss fragen welches Fleisch da ist.)




Tag 2 (Mi.) - Fahrt nach Mariental





Am nächsten Tag gab es um 7 Uhr Frühstück und die Koffer mussten schon vor die Tür, 8 Uhr war Abfahrt.

Auf der Fahrt kamen wir an Kontrollstellen vorbei. Auf das Stichwort „Madagaskar“ sollten wir sicherstellen, dass wir angeschnallt sind, winken und lächeln für Polizeikontrolle.

Am Heroes’ Acre Denkmal für Freiheitskämpfer vorbei und Bärenpavianen am Straßenrand ging es in die Kalahari. Kalahari ist keine Wüste, sondern eine Gegend, in der es unter anderem auch eine Wüste, aber auch Sumpfgebiet gibt. Wir sahen auch den sogenannten Kalahari Ferrari, eine Kutsche gezogen von Eseln. Dann hielten wir kurz am Tropic of Capricorn (Wendekreis des Steinbocks), der südlichste Punkt, den die Sonne erreicht, oder so.




Auf der Fahrt Richtung Süden wurden die Bäume immer weniger und sahen eher aus wie Struwwelköpfe, deren Spitzen man noch weiter auseinandergezupft hat. In den meisten großen Bäumen gab es Webervogel-Nester in vielen Varianten zu sehen.

Wir kamen an vielen Farms vorbei, mit ihren silbernen Windrädern, es gab viel Viehzucht, vor allem Schafe und Rinder. Mal sahen wir ein paar Pferde oder Esel. Die Landschaft wurde immer flacher und eintöniger. In der Region Hardap gibt es eine große Wasservorkommen unter der Erde und einen Stausee. Es wird Mais und Luzerne angebaut. Kein Obst, oder Gemüse, das wird eingeführt. 

Die Haupteinnahmequellen Namibias sind: Landwirtschaft, Fischerei, Minen (Diamanten, Gold, seltene Erden), und dann Tourismus.

In Mariental standen viele Menschen Schlange vor der Bank, weil Anfang des Monats Gehälter überwiesen wurden. Wir machten eine Toilettenpause,  kostete meist so 3-5 Dollar pro Person, war alles sauber und es gab normale Klos. Von Mariental aus mussten wir dann 35 km über Schotterpiste fahren, aber im neuen Auto war das nicht so schlimm.


Die Lapa Lange Game Lodge war super schön angelegt mit kleinen Bungalows und einem Teich mit Spa in der Mitte und einem riesigen Wasserloch für Tierbeobachtungen. Die zwei Haus-Straußen spazierten neben den Sonnenliegen umher. 







Um 16 Uhr ging es zum Sundowner: wie eine Safari im offenen Wagen, aber off-road auf 1700 Hektar Land (relativ klein) mit sehr vielen verschiedenen Tierarten. Darunter auch Zebras (leider nicht gesehen), Giraffen und Nashörner.

Es war unglaublich kalt, sobald die Sonne weg war und extrem windig. Die Kinder waren bei der Safari etwas laut, aber manche Tiere waren doch recht entspannt.





Am schönsten waren die zwei Nashörner bei Sonnenuntergang. Wir durften aussteigen und sie kamen sogar etwa näher zu uns heran. Dann gab es Snacks und Getränke bis die Sonne untergegangen war.

Um sieben waren wir dann schon wieder beim Abendessen und ließen die tollen Eindrücke nachwirken.












Tag 3 (Do.) - Quivertree Forrest & Giants‘ Playground






Morgens war es sehr kalt und es gab sogar Reif auf dem Rasen. 






Auf der Fahrt zum Fishriver Canyon im Süden Namibias wurde die Landschaft immer karger und eintöniger. Trotzdem sahen wir noch viele Weber-Nester. Die größten werden von Siedelwebern Nester gebaut und können mehrere Hundert Vögel beherbergen. Wir sahen auch einen Pigmefalken, einen winzigen Zwergfalken. Dieser baut kein eigenes Nest, sondern nutzt die Kammern der großen Webernester. Wenn es genug Nahrung gibt leben Webervögel und Falke in Symbiose, aber es kann auch passieren, dass der Falke Weberküken frisst, wenn es nicht genug andere Nahrung gibt.




Eine Attraktion auf dem Weg war der Köcherbaumwald (Quiver Tree Forest). Eine größere Anzahl von Köcherbäumen an einem Ort ist selten und gehört so zu den Sehenswürdigkeiten im südlichen Namibia. Der bekannteste Köcherbaumwald liegt bei Keetmanshoop. Er gehört einem Farmer (Farm Gariganus), der einen Teil für Touristen freigegeben hat. Man muss ich vorher auf der Farm anmelden und bezahlen. Auf dem Rundweg sahen wir ganz viele Klippschliefer in den Felsspalten und auf den Felsen (gut an den weißen Stellen zu erkennen). Die Köcherbäume sind innen hohl und Äste werden von Buschmännern als Köcher für Pfeile verwendet. Als wir da waren, standen die Bäume in voller gelber Blüte und viele Bienen und Vögel waren mit dem Bestäuben beschäftigt. 
















In der Nähe befindet sich auch der Giant’s Playground, der „Spielplatz der Riesen“.  Die Gesteinsblöcke dort bestehen aus Dolerit. Durch Verwitterung und Erosion entstanden die Felsformationen, die wir aufeinandergestapelt aussehen, Manche Felsen sind außen von der Verwitterung/Sonne rötlich-braun gefärbt, während neuere Bruchflächen dunkler sind. Innen ist der Stein immer dunkel. Die Steine werden auch „singende Steine“ genannt. Wenn man den Fels anschlägt, können Töne entstehen. Jeder Stein beziehungsweise jede Stelle kann dabei etwas anders klingen. 
















An Tafelbergen, einem Stausee und einer riesigen Plantage vorbei ging es zur Unterkunft. Vor kurzem hatte es wohl geregnet, und die Straße war an manchen Stellen überflutet uns schwer passierbar. Wir kamen deshalb etwas später an als geplant. Dafür war die Landschaft ungewöhnlich grün. Auf dem Weg sehen wir noch Kudus, Springböcke und viele Oryx -diesmal ohne Zaun (im Norden Namibias trennt ein Zaun meist Straße und Land).

Die bergige Landschaft war toll bei Sonnenuntergang, wenn alle Felsen rot eingefärbt sind. 





Unser Guide warnte uns noch vor Skorpionen, wir sollten immer die Schuhe ausschütteln bevor wir sie anziehen und das Bett checken, weil Skorpione es warm mögen. Allerdings haben wir keine gefunden.

Abendessen gab es dann neben dem Kamin, um uns aufzuwärmen. Die Bungalows waren etwas zugig und der Wind war die Nacht über zu hören.




Tag 4 (Fr) - Fish River Canyon






Um 6:30 Uhr ging es zum Frühstück. Es war kalt, aber gefühlt nicht ganz so kalt wie in Mariental. Auf einer Camp Site zahlten wir den Eintritt für den Fish River Canyon, es ging nur bar, weil die Verbindung schlecht war. 

Dann ging es zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man einen tollen Blick auf den Canyon hatte. Der Fish River Canyon ist 160 km lang und bis zu 549 m tief. Es gab noch Wasser in der Schlucht und so schlängelte sich ein Fluss durch den Canyon.














Wir liefen an der Klippe entlang bis zu einem weiteren Punkt und beobachteten, wie der Schatten der Sonne wich. Dabei waren wir auch auf der Suche nach einem Autowrack, dass wenige Wochen zuvor in den Canyon viel, weil jemand vergessen hatte, die Handbremse anzuziehen. Zorbo wartete auf uns am hinteren Aussichtspunkt und fuhr uns noch mal an den Anfang zurück, wo der Canyon inzwischen fast ganz in der Sonne lag.







Wir legten einen kurzen Stopp für Souvenirs und wegen „der schönen Dekoration“ (alte Autos) am Canyon Roadhouse ein. 











Dann ging es zu einem altem Bahnhof, wo nur noch eine Brücke, einige Gräber (dort begraben wo erschossen) und ein Brennofen für Farbe übrig waren.










Wir sahen ein paar Bergzebras zwischen dem gelben Gras auf den Hügeln und fuhren auf einer Schotterpiste durch Wasseransammlungen, vorbei an grünen Büschen und Tsamma Früchten, die wie Melone riechen, aber entweder nach nichts schmecken oder sehr bitter sind- dann muss man sie sofort ausspucken, man bekommt davon Durchfall.


Am Stausee aßen wir unser Lunchpaket mit schönem Blick und Frank versuchte, den klingenden Steinen eine Melodie zu entlocken.



In Aus angekommen, war das Bahnhofshotel seeeehr kalt. Drinnen war es kälter als draußen. Es gab nur ein Infrarotheizpanel, das sehr schwach war. Zusammen mit hohen Decken, keine Dichtungen an den dünnen Fenstern usw.war es wie im Kühlschrank. Wir machten erstmal einen Spaziergang zum Supermarkt, Kaiser Wilhelm II Denkmal, zur Kirche und zum Infocenter. Viel gibt es in dem kleinen Ort nicht. 









Im Restaurant hatten sie Heizlüfter im Innenraum aufgestellt, was auch nicht unbedingt gut roch und richtig gefährlich werden kann. Schön war die Auswahl an verschiedenem Wildfleisch, um den Geschmack zu vergleichen.

Nach dem Essen hatten sie uns mehrere Wärmflaschen ins Bett gelegt. Im Bett ging es auch (mit fleecejacke und Halstuch), aber nicht im Zimmer herumsitzen. 


Tag 5 (Sa.) - Kolmanskoppe & Lüderitz






Um 6 Uhr hieß es wieder aufstehen, 7 Uhr Frühstück und 8 Uhr Abfahrt Richtung Kolmanskoppe. 

Wir sahen ein paar Wildpferde, die es in dieser Gegend gibt. Über die Herkunft gibt es verschiedene Meinungen - als Überbleibsel der Deutschen, (Internierungslager der Deutschen wo es eine pferdezucht gab) die 1915 gegen das mit England verbündetem Südafrika kapitulieren mussten, oder von den südafrikanischen Truppen. Alle Pferde sind braun bis dunkelbraun. Ein Unterstand und mehrere Wasserlöcher unweit der Hauptstraße erleichtert Touristen die Beobachtung. Dort schauten wir später am Tag noch mal vorbei.

Zuerst ging es jedoch nach Kolmanskoppe (im Diamantensperrgebiet, Besuche müssen 2 Wo vorher angemeldet werden). Inzwischen eine Geisterstadt war es einst die reichste Stadt der Welt, wo bis zum ersten Weltkrieg über 1 t Diamanten gefunden wurden. 1911 gab es Strom, ein Kasino, eine Kegelbahn, ein Krankenhaus, eine Schlachterei, eine Eisfabrik und mehr. Die Stadt entstand, weil beim Bau der Eisenbahn Diamanten entdeckt wurden. Alle westlichen Annehmlichkeiten wurden aus Deutschland importiert oder selbst hergestellt, Limonade oder Stangeneis.

Sie verfügte über ein sehr modernes Krankenhaus mit Röntgengerät. Die Einwohner bekamen 20 Liter Süßwasser pro Tag, Bier und Limonade mit der eigenen Kleinbahn geliefert.

Diamanten wurden oberflächlich im Sand und im Liegen gesammelt, vor allem bei Vollmond, später mit Schippen und Tonnensieben. In der Turnhalle gab es Aufsteller mit alten Bildern und Erklärungen und ein Guide führte uns in deutscher Sprache durch einige der Gebäude. 




















Auf der Fahrt Richtung Lüderitz sahen wir die Gleise im Sand verschwinden. Lt unseres Guides wandern Dünen bis zu 19 Metern pro Nacht. Die Schienen mussten immer morgens vom Sand befreit werden. Da man sie nicht mehr nutzt, wird diese Arbeit nicht mehr gemacht.


Zuerst fuhren wir zum Díaz Kreuz, der Punkt, wo Bartholomeu Díaz 1488 ein Kreuz aufgestellt hat. Die Treppe zum Kreuz ist nicht mehr intakt, aber man kann über die Felsen und dann auch über Treppe zum Nachbau des Kreuzes gelangen. Von dort hat man einen schönen Blick über die Bucht und häufig lassen sich auch Seehunde beobachten. Bei uns leider nicht, dafür sahen wir auf dem Rückweg ein paar Flamingos. 















Wir fuhren durch Lüderitz, das seinen Namen von Adolf Lüderitz (1834-86) einem Tabakhändler hat, der das Land dem Nama Führer Joseph Fredericks abkaufte, den er betrogen hatte, weil er statt englischen Meilen geografische Meilen im Vertrag angab. Wir schauten uns ein paar der Kolonialbauten an, unter anderem die Felsenkirche und das Woermann Haus. Mittag machten wir im Café Essenzeit am Hafen.


Auf dem Rückweg nach Aus hielten wir noch mal bei den Wildpferden.




Tag 6 (So.) - Fahrt in die Wüste




Auf der Fahrt nach Norden in den Namib Naukluft Nationalpark sahen wir einige Springböcke, Schakale, Strauße, Mangusten und einen Sekretär. Der Sekretär frisst Schlangen und Weibchen und Männchen sehen gleich aus. Außerdem sahen wir einen weißen Habicht und eine Gackeltrappe. Vorbei an dem Zarishoogtepass machten wir Mittag in der Hammerstein Lodge. Dort gab es auch viel Natur mit Webervögeln, Specht, grabwespen und Rotbauchwürger.


In Sossusvlei hieß es eigentlich, dass wir in Zelten übernachten, aber die Unterkünfte wurden vor einer Weile schon zu Bungalows erneuert. Wir hatten freie Zeit und schönes Wetter und es war warm, wir gingen spazieren und suchten/ fanden auch ein paar Tiere. 






















Für das Abendessen mussten wir mit dem Auto zur Sossusvlei Lodge fahren. Es gab Grillstationen mit Elang, Kudu, Oryx, Zebra etc., eine Wokstation, eine Fischstation sowie Salattheke etc. 








Tag 7 (Mo.) Sossusvlei





Um 6:15 wurden wir mit dem Auto abgeholt und zum Frühstück gefahren, ebenfalls zur Sossusvlei Lodge. Dort kauften wir auch Wasser und nahmen ein Lunchpaket mit und stellten uns um 7 Uhr in die Schlange vor den Parkeingang, der erst um 7:30 aufmacht. 



Sossus- heißt Ansammlung von Wasser, vlei- ist die Pfanne. Hier wandern

Dünen nicht, ändern nur leicht ihren Kamm/Rücken (im Gegensatz zu Lüderitz). Hier gibt es bis zu 325 m hohe rote Dünen (die größte ist Big Daddy). An der Walfischbucht gibt es Dünen mit bis zu 400 m. 

Die Hauptsehenswürdigkeit ist Deadvlei, eine Pfanne, wo es abgestorbene Kameldornbäume in einem ehemaligen See zu bewundern gibt. Wir liefen die Düne hinter Big Daddy einen Weile hoch, mit fantastischem Ausblick und teilweise auch etwas schwindelerregened, wenn man so links 7nd rechts runterschaute. Dann - nach Anweisung von unserem Guide- mit großen Schritten, Armen ausgebreitet und lautstark die Düne seitlich runter ins vlei. Viele Touristen laufen sehr lange Big Daddy hoch, was auch toll ist, aber man hat je später man ins Vlei kommt, keinen Baum mehr ohne Touristen. So hatten wir noch relativ viel Ruhe und konnten vieles ohne Menschen fotografieren. 



























Am Ende gingen wir außen in einer Runde zurück, die durch einen weiteren, etwas steinigeren Weg im Vlei führte. Am tatsächlichen Sossusvlei, wo ein grüner See in der Wüste stand, machten wir Mittag mit unserem Lunchpaket. Erstmal mussten wir eine geeignete Stelle finden, den viele andere Gruppe hatten Tische und Bänke bereits „reserviert“. Nicht wie in Hotels am Pool durch Handtücher, sondern durch Kühlboxen, die auf den Tischen standen.











Auf der Rückfahrt sahen wir Oryx und fuhren zum Sesriem Canyon. Der Name kommt von sechs Riemen, weil 6 ochsenriemen gebraucht wurden um dort das Wasser aus dem Canyon hochzuziehen.












Nachmittags legten wir uns an den Pool, es war sehr warm.






Abends fuhren wir wieder zum Buffet, etwas zu früh da, öffnet erst kurz vor 19 Uhr, konnten aber wieder ein paar Oryx beobachten. 



Tag 8 (Di) Fahrt nach Swakopmund





Die Fahrt in den Norden dauerte lang. Es ging vorbei an versteinerten Dünen, auf den en man auch fahren aber nicht daran klettern, ähnlich wie Sandstein. Leider sind sie in Privatbesitz, man kann nur über die Lodge hinkommen (Gondwana).

Wir machten einen kurzen Stopp an einer Tankstelle mit Bäckerei, wie wir für den Mittag Apfelkuchen eingekauft haben.


Dann kam ein Stopp an einer Euphorbia (Wolfsmilchgewächs das wie ein Kaktus aussieht). Laut Guide kann man sie von Kakteen unterscheiden, weil Kakteen einen weißen Punkt haben, wo der Stachel herauskommt, euphorbia haben aber keinen weißen Punkt. Diese Art hier ist hochgiftig. Buschmänner nutzen die Flüssigkeit als Gift für ihre Pfeile. Angeblich sind Wanderer schon am Qualm gestorben, als sie ein Feuer aus den Pflanzenteilen gemacht haben.





















Nach dem Gaub Pass sahen wir seltene Trappen und die in Namibia seltene  Hodia Pflanze. Dann fuhren wir vorbei an dem Gamsberg (tafelberg) und der Chausib Schlucht. Dort gab es ganz viele Balsamsträucher, die ein weiches Holz haben, aus denen die Himba Töpfe machen. Der Strauch sieht  immer tot aus, aber einmal im Jahr trägt er grüne Blätter und rote Blüten.


Dann wurde die Landschaft immer karger und selbst das Gras verschwand. Die Hügel, die dann kamen, waren Abbaustellen von Marmor. Zu den Besonderheiten Namibias gehören der grüne und rosa Marmor.

Es folgten schon die Dünen an der Walfischbucht. Manche waren schwarz, das ist Graphit, der sich im Sand befindet und schwerer ist als Sand und sich nicht so leicht vom Wind wegwehen lässt.

Auf meine Bitte haben wir dann etwas deutsches Radio gehört. Es gab sehr viele Worte und weniger Musik. Alle möglichen Termine wurden vorgelesen, wie kirchliche Termine, Blutspendetermine etc. Nachrichten über den Besuch chinesischer Minister, der Verunreinigung von Trinkwasser und zu Jugendlichen, die sich benachteiligt fühlen. 


In Swakopmund angekommen schauten wir uns von außen die alte Dampfmaschine Martin Luther an (inzwischen wurde ein Mini Museum drumherum gebaut und man muss Eintritt zahlen). Dann drehten wir zur Orientierung eine Runde durch die Stadt, um dann im alten Bahnhof im Hotel and Entertainment Center einzuchecken. 


Swakopmund wurde von den Deutschen gegründet, weil der Hafen walvis bay bereits 1878 von den Engländern annektiert worden war. 1892 wurde die Stadt gegründet. Leider eignete sich der Ort durch die raue See gar nicht für einen Hafen, nur mit kleinen Booten kam man ans Ufer. Die 262m lange Jetty, das Pier, das 1905 angefangen wurde zu bauen, muss ständig renoviert werden, weil die Brandung mit 50 t/m2 auf die Brücke drückt.

Zu Fuß liefen wir ein bisschen durch die Stadt und wollten den Ausblick vom Woermann Turm genießen. Dafür muss man gegenüber in einer Galerie ein Ticket kaufen. Für die Plattform ganz oben kostet das Ticket 150 Dollar pro Person. 

Danach schlenderten wir zum Museum, wo uns Betrüger ansprachen: DDR Uniform, deutsche Sprache (komisch, kein ostdeutscher Akzent), angeblich sammeln sie für ein Filmprojekt. Zorbo hatte uns bereits vor ihnen gewarnt, das war in Windhoek, anscheinend sind sie überall mal anzutreffen. 

Im Museum war ganz viel über Namibia ausgestellt, vieles aus der Kolonialzeit und auch eine alte Apotheke. An der Strandpromenade gibt es eine Mikrobrauerei, die zu einem Hotel gehört: Brewers and Butchers. Dort gab es Probiergrössen, was super war. Später am Abend hatten wir im Brauhaus in der Innenstadt reserviert, wo man eine deutsche Karte bekommt und deutsch bestellen kann. Es war ok, aber am nächsten Tag wollten wir im Brewers und Butchers Essen, das hatte ein schöneres Ambiente.





































Tag 9 (Mi) Katamaran & Sandwich Harbour Tour





An diesem Tag hatten wir eine Kombination aus Katamaran- und Sandwich Harbour Tour gebucht.


Wir wurden mit dem Kleinbus vom Hotel abgeholt und an die walfischbucht (Walvis Bay) gefahren. Dort folgte ein kurzer Toiletten-/ Kaffeestopp, bei dem wir schon paar Robben sahen. Dann kamen wir auf einen Katamaran mit 5 anderen Leuten, der Guide Priscilla und dem Kapitän sowie Skipper. Kurz nach dem Losfahren noch während der Sicherheitseinweisung kam die erste Robbe (groß) aufs Schiff. Sie wurde von Priscilla gefüttert. Dann kam noch eine kleinere ohne Namen, die wir Francis tauften. Sie blieb etwas länger und ich hab sie auch gefüttert. 



Kurze Zeit später (Priscilla hält Eimer hoch und pfeift) landete Pelikan Lady Gaga auf dem Schiff und ließ sich von Frank füttern. 








Und gleich danach kamen wir zu den Delfinen. Sie schwammen um mehrere Schiffe herum. 



























In der Nähe einer Bohrinsel, auf einer Landzunge gab es ganz viele Robben am Strand und im Wasser, diese waren aber nicht zahm und kamen auch nicht aufs Schiff. Ein bisschen roch es, und neben unserem Schiff, nah bei den Robben waren einige Kajaks unterwegs, das gehörte zu einer anderen Tour. Ein paar Flamingos waren ebenfalls am Ufer zu sehen.

Dann ging es zurück an Land und eine Robbe kam wieder aufs Schiff und Priscilla liess sie über eine andere Gästin drüber ‚robben‘. Dann durfte auch ich sie mal in den Arm nehmen.

Eine Raubmöwe kam auch vorbei, aber Franks Fisch wollte sie nicht. 


Am Ende der Katmaran Tour wurden wir in Empfang genommen von einem Guide, der uns im 4x4 mitnahm. Wir fuhren bis zu einem roten Salzsee hinter dem Salzwerk. Dort wurde der Reifendruck verkleinert um später gut auf Sand fahren zu können. Die aktuelle Straße am Salzwerk wurde komplett aus Salz gemacht. Der See ist so rot, weil Mikroorganismen das Salz rosa machen. Wenn man es auf den Handrücken macht, färbt sich die Haut komplett Orange. Das war dann auch sehr schwer abzubekommen, erst durch die Sonne wurde die Farbe mit der Zeit wieder hell. Die Haut wird sehr weich. Einheimische dürfen nicht mehr an die Salzseen, weil sie angefangen haben das Wasser zu trinken.































Wir kamen an Massen von Flamingos vorbei, die erst seit kurzem wieder da sind. Erst mit der Zeit wird ihr Gefieder wieder rosa. Der Guide erzählte dass sie auch Bird Tours anbieten, aber die Flamingos eine Weile gar nicht da waren und viele Touristen enttäuscht waren.

Dann fuhren wir in den Park mit einigen anderen Autos, aber als Gruppe waren wir mit zwei Wagen und Guides unterwegs (zwei Spanierinnen saßen im anderen Fahrzeug). Unser Guide schaute nach weißen Kreisen auf dem Sand, am Rücken der Dünen. Er suchte nach einem Gecko, der nachtaktiv ist und den es nur in Namibia gibt. 

Wenn man ihn findet und auf den Sand setzt, bleibt er still sitzen weil er nichts sieht. Erst wenn man ihn wieder in eine Kuhle legt, vergräbt er sich wieder.

Der ältere Guide aus dem anderen Wagen fand schließlich einen. Er schützte den Gecko mit seiner Hand vor der Sonne so dass er nicht austrocknet. Das Tier nimmt die Feuchtigkeit über den Sand in die Haut auf. Seine Haut ist durchsichtig, man sieht durch ihn hindurch.

Wir fuhren ein Stück weiter und der Guide fand auch eine Blindschleiche, eine Echse ohne Beine. Sehr lustig wie viel Angst die eine Spanierin davor hatte.


Dann ging es weiter zu Aussichtspunkten, vorbei an einem Walwirbel und einer fossilen/ versteinerten Auster.

Wir schauten uns den roten/pinken Sand an. Der Guide geht mit einem Magneten durch den Sand und sammelt das Metall ein. Durch das Metall sind die Dünen stabil und wandern nicht. 




Später gingen wir noch Sandboarden auf dem Bauch (man sollte seine Knie hochnehmen, sonst hat man danach eine sandgestrahlte Hose), fuhren extrem steile Dünen hoch und rutschten runter, sahen Eidechsen in einer Wahnsinns-Geschwindigkeit über den Sand die Dünen hochflitzen, die Ferraris der Dünen und hielten an einem tollen Ausblick für einen kleinen Snack. 














Dann fuhren wir noch zur sogenannten Kodak düne, weil Kodak da neue Apparate getestet hat und das Bild als Brand hat. Auf dem Rückweg sahen wir noch fast 10 Oryxantilopen.


Wir eilten noch zu unserem Essen im Brewers and Butchers und genossen den Abend. Und wieder ging ein anstrengender, aber sehr ereignisreicher Tag zu Ende.



Tag 10 (Do) Fahrt zu Spitzkoppe und weiter zum Erongo Gebirge




Die Spitzkoppe wird auch Matterhorn Namibias genannt. Die große Spitzkoppe hat 1728 m Höhe, die felsige Gegend ist schön zum Wandern, wir haben allerdings nur ein paar Punkte gesehen. Die Damara verwalten das Gebiet und zeigten uns auch Tausende Jahre alte Felsmalereien. 













Danach fuhren wir in die Nähe unserer Unterkunft am Erongo Gebirge und besuchten das San Living Museum, wo die San Buschmänner 3 Monate mit ihrer großen Familie leben, um Besucher/innen die Lebensweise der San näher zu bringen. Nach den 3 Monaten gehen sie wieder zurück in ihr normales Leben und eine andere Familie kommt.

Sie machen Schmuck aus Holz, Leder, Samen und Straußeneiern und bieten zwei Führungen an: Eine zum Thema leben, kochen etc, und eine für die Jagd. Da die San auf Jagd spezialisiert sind, haben wir diese Führung gewählt. Unsere Guides erlaubten ausdrücklich das Filmen und Veröffentlichen der Aufnahmen. Der junge Mann war 28 Jahre alt und sprach auch Englisch, und sein Großonkel 66 Jahre. Sie kommunizierten in ihrer eigenen Sprache, die viele unterschiedliche Klicklaute verwendet.

Sie zeigten uns auf einer kleinen Wanderung, welche Pflanzen sie im Alltag verwendet haben, z. b. Den Witgatbaum (auch Weissstammbaum), der mit einer bis zu 70 m langen Wurzel sehr trockenresistent ist, wurde von den San für Medizin verwendet, um Hautirritationen zu linderten. Dafür wurde er zerrieben, aufgewärmt und eingerieben. Der Grewia bush (Rosinenstrauch) wurde für Bögen und Speere verwendet, sie aßen aber auch die kleinen Beeren.

Dann kamen wir an einer Felsmalerei vorbei, die 2000 Jahre alt sein soll und Menschen mit Behältern auf Köpfen zeigte, die aus Giraffensehnen gemacht sind. Die Buschmänner erklärten uns, dass sie alles von einem Tier verwerten und dass die Elandantilope für die San das wichtigeste Tier war, weil es viel Fett hat. Sie waren Nomaden und folgten den Tieren. Die Malereien wurden aus Blut und Ocker hergestellt, und dann mit Fett haltbar gemacht. 

Manketti-Bäume aus der Kalahari haben trockene Äste, die sich zum Feuermachen eignen.

Auf dem Balsambaum legt der Pfeilgiftkäfer seine Eier ab, und seine Larven verwendeten die San als Gift für ihre Pfeile.

Das Gift erlaubt es, leichte Bögen zu verwenden. Die Wirkzeit hängt vom Wild ab, 1/2 std für einen Steinbock, 4 std für ein Kudu, 2 Tage etwa für eine Giraffe. Die San folgten dem Tier, bis es tot war. Die Hitze von Feuer macht das Fleisch neutralisiert das Gift.

Dann zeigten uns die San eine Falle für Hühnervögel und wie sie Feuer machten.

Um den Köcher für die Pfeile zu machen, kann die False Umbrella Akazie verwendet werden, und zwar die Wurzeln, die man 3-4 std in Feuer legt, dann aushöhlt. Frisches Fell wird auf den Anfang und das Ende gebunden, um den Deckel zu machen, und 5 Streifen im gleichen Abstand ergeben den Tragegurt. Das Leder wird an der Sonne getrocknet, dann ist es fest und behält die Form. In dem Köcher waren auch immer 2 Stäbe fürs Feuermachen. Die Kerben/ Löcher konnten bis zu drei Mal benutzt werden.

Bögen haben eine maximale Reichweite von 100 m, aber man muss 20-30 Meter näher sein, um ein Tier richtig zu treffen. Pfeilspitzen wurden früher aus Knochen gemacht, inzwischen aus Metall. Die pfeilspitze bleibt im Tier stecken, der Stab fällt ab, so sieht man, dass man Jagdglück hatte.















Auf einer Farm in der Nähe hatten wir einen Bungalow. Bis zum Abendessen war es noch Zeit und das Wasserloch war gut frequentiert von einem Steinböckchen, ein sehr scheues Tier, einer Rotschopftrappe, einem Monteirotoko, Rotschnabelfrankolin und vielen Love Birds/ Untertrennlichen. Weiter weg auch ein paar Springböcke.












Das Essen war sehr familiär, aber sehr gut. Und danach gab es noch ein Lagerfeuer, bei dem man sich mit den anderen Gästen unterhalten konnte. Der Sternenhimmel war sehr schön.



Tag 11 (Fr) Twyfelfontein





Vorbei am Brandberg, Namibias höchstem Berg mit 2573 m, ging es an diesem Tag Richtung Twyfelfontain. Wir sahen am Straßenrand viele Welwitschia mirabilis, eine Pflanze, die es schon seit 112 mio Jahren gibt, die durch Wanzen bestäubt werden und nur in einem kleinen Streifen in Afrika vorkommen.












Dann ging es durch felsiges Damara Land mit vielen Sträuchern. Die hier vorkommenden Wüstenelefanten sahen wir leider nicht. 

In Twyfelfontain (Zweifelsquelle) gibt es uralte Felsgravuren, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählen. Die Malereien und Gravuren sind 2400-6000 Jahre alt. Ein Guide führte in Gruppen durch das Gebiet.

Der weltbekannte Löwe ist kein echter Löwe, sondern ein Schamane in Trance mit Löwenkopf, die Hände haben 5 Finger, Löwen hätten nur 4.


















Es gibt viele Antilopen, Giraffen und Zebras, auch Pinguine - weil das Meer früher nicht so weit weg war. Der Fußabdruck -häufig neben der Gravur zu finden- soll die Signatur des Gravierenden sein. Am Ende der Tour lief uns noch eine riesige Gepanzerte Bodenschrecke über den Weg.


Danach schauten wir uns noch die Orgelpfeifen, bis zu 5 m hohe Basaltsäulen in einem Flussbett, an. Wir hatten die Assoziation mit 

Island, wo diese Säulen noch beeindruckender sind. Zu sehen war auch der Verbrannte Berg, der aus geschwärztem Kalkstein und Dolerit besteht. 








Wir machten einen Stopp an einer Tankstelle und einem Supermarkt. Es war richtig viel los, und es gab viele Personen, die dort arbeiteten: Sicherheitsleute kontrollierten jeden Kauf. 

Frank musste sich immer eine lustige Limo kaufen, als Stimmungsaufheller oder um einfach mal die Zunge zu färben. 



 



Die Termitenhügel waren erst rot und dann weiß. Das Land wurde flacher und es gab keine roten Felsen mehr. Im goldenen Gras standen viele Laubsträucher und Bäume. Die Straßenschilder warnten nicht mehr vor Elefanten oder Wild generell, sondern vor Warzenschweinen, von denen wir drei auch gleich am Straßenrand entdeckten, aber unser Guide wollte Strecke machen und lieber nicht anhalten.



Etwas außerhalb vom Etosha bezogen wir unsere Unterkunft. Zwar gab es auch einen Aussichtsturm für das Wasserloch, aber dort war nichts los.



Tag 12-13 (Sa-So) Etosha Park, erst im Safari Wagen, dann mit unserem Guide nach Osten und Richtung Tsumeb









Nach einer windigen Fahrt mit dem offenen Safariwagen in den Etosha Park war erstmal Skepsis in mir, ob wir wirklich so viele Tiere sehen würden. Hier gab es viele Büsche mit normalen Blättern, etwas vertrocknet in braun und gelbtönen, es sah aus, wie Deutschland im Herbst, nur ohne viele hohe Bäume. Und der hellgraue  Staub der Straße ließ Gegenden teils wie schneebedeckt aussehen. Tiere in dieser Vegetation zu entdecken würde schwerer werden als in anderen Gegenden Namibias. Aber auch im Etosha änderte sich die Vegetation häufig und es kamen steppenähnliche Gebiete, und die meisten Wasserlöcher boten freie Sicht für die Besucher.

Der Vorteil der geführten Safari war, dass die Guides mit anderen im ständigem Kontakt waren, und sich austauschten, wo die beliebtesten Tiere gesichtet wurden. Die Route war entsprechend eher klein: okaukejo, halali detour via gemsboektlake (road block), olifantsbad, an diesem Tag nicht bis zur Etosha Pfanne, sondern zurück zu okaukejo, weil dort Elefanten gesehen wurden.

Am zweiten Tag fuhren wir mit unserem Gepäck auf die andere Seite des Parks: Route nach Osten, über Halali nach Namutoni. Elefanten und Giraffen Klein Namutoni

Leider war ein großer Teil gesperrt wegen Straßenarbeiten und entsprechend hielten sich auch weniger Tiere in der Gegend auf.

Trotzdem sahen wir viel an den beiden Tagen: Grautoko, Gelbschnabeltoko, Gleitaar, Gnu, Steinböckchen, Grauer nashornvogel, eine Löwenfamilie, Springböcke (unser Guide kommentiert immer mit „ehhh Carpaccio“), Riesentrappe, Weissflügeltrappe, Perlshühner, Waffenkiebitz, Schakal, Zebra, Nashorn, Giraffen, Kudu, Sekretär, Elefanten, Gaukler, Gabelracke, Mungos, Impalas, Eland, Kuhantilopen, …














































































Tag 14 (Mo) Tsumeb nach Windhoek




Auf dem Weg nach Windhoek kam noch ein ‚Handwerksmarkt‘, der wohl obligatorische Markt für Stehrumsel. Leider sprach uns das Angebot nicht so zu, wir suchten eher was praktisches, was nicht nur herumsteht. Dafür setzte uns Zorbo später in Windhoek im Namibia crafts market ab. Da gibt es viele kleine Geschäfte in einer zweistöckigen Mall und hier ließen wir tatsächlich etwas Geld für Souvenirs und Schmuck.

Dann ging es weiter zur Auas Safari Lodge. Auf dem Weg sahen wir viele Paviane, aber sie waren nicht zu fotografieren, weil sie auf Farmland gejagt werden und scheu sind. An der Lodge verabschiedeten wir unseren Guide. Dafür wurden wir von dem Impala Bokki und ihrem Jungen begrüßt und am Wasserloch tümmelten sich Perlhühner und Wasserböcke. Wir verbrachten die freie Zeit auf der Aussichtsplattform mit Getränken und hatten ein schönes Dinner am Kamin.










Tag 15 (Di) Lodge mit Safari


Am kalten Morgen, als wir zum Frühstück gingen, machten wir Bekanntschaft mit Charly, dem kleinen Steinbock, der direkt nach der Geburt noch mit Nabelschnur gefunden wurde und nun von Menschen aufgezogen wird.


Danach hatten wir freie Zeit bis zur Safari am Nachmittag und legten uns an den Pool mit Blick auf das Wasserloch, an dem Rotbauchwürger, Gabelracke, Wasserböcke und Warzenschweine zu sehen waren.


Auf der Safari war der Wagen voll. Wir sahen Gnus, Löffelhunde, die sich von Insekten ernähren und sichtlich gestört waren bei der Ortung von dem Motorengeräusch unseres Wagens, Giraffen, Impalas, Springböcke, Kudus und Oryx und erlebten einen schönen Sonnenuntergang auf einem Plateau mit Getränken und Biltong (Trockenfleisch).

















Tag 16 (Mi) Rückflug