Dienstag, 23. Dezember 2008

Seychellen - Reisebericht Teil 2

Montag, 15.12.2008

250 Seiten... Ein kleiner Schock am Montagmorgen. Das Buch, das wir in 3 Tagen für die Abschluss-prüfung am 4. Tag lernen sollten hatte 250 Seiten. Und eigentlich hatten wir nur die Abende fürs Lernen, denn tagsüber waren Tauchen und praktische Übungen angesagt.

Das Erkennungszeichen der Tauchschule Big Blue Divers: Der Walhai.






















Es ging zuerst mit DVDs los, die in etwa den Buchinhalt wiedergaben, in Kurzform. Wir schauten bis halb 11, Nadja, unsere Mitstreiterin, die bereits gelernt hatte, kam etwas später. Dann bauten wir unter Anweisung von Lizzy, unserer holländischen Tauchlehrerin, die Tauchausrüstung zusammen. Weste nassmachen, an der Pressluftflasche festmachen, Schutzklappe des Lungenautomaten abschrauben, erste Stufe an die Pressluftflasche schrauben, Inflator anschließen, Finimeter weghalten und Flaschenventil langsam aufdrehen. Druck prüfen, zweite Stufe und Oktopus prüfen, Jacket aufblasen und Schläuche festmachen. Flasche zudrehen und rauf auf den Pick-up. Nassanzug an, Bleigurt, Flossen und Brille mitnehmen und Fahrt an den Strand. Bleigurt und Jacket anziehen, dann der Sicherheitscheck: "Taucher Brauchen Sehr Leichte Ausrüstung"

T= Tarierjacket (sitzt alles, Pressluftflasche fest, Jacket aufgeblasen?)
B= Bleigurt (sitzt fest, ist mit der rechten Hand für den Sicherheitsabwurf zu öffnen)
S= Schnallen/ Verschlüsse (alles fest, wo sitzt was beim Buddy, z.B. Oktopus)
L= Lungenautomat (funktioniert alles? Zweite Stufe und Lungenautomat testen)
A= Ausrüstung ok? (Brillen mit Spucke vorbereitet, alles in Ordnung...)



Fischer verkaufen
nachmittags ihren
Fang an der Straße...









Einheimische
spielen Fußball
am Strand...








Super, dann kanns ja losgehen... ab ins Meer. Erste Schwierigkeit: Flossen im Wasser anziehen ohne viel Salzwasser durch den Wellengang zu schlucken. Zweite Schwierigkeit: Die Übungen so schnell absolvieren wie Lizzy das Tempo vorlegte..

Nach den Übungen ging es sofort mit dem Boot ans Riff, zusammen mit den erfahrenen Tauchern: Bengt, Frauke und Thomas, sowie dem Skipper und Dive Master Dominique. Das Riff Fisherman's Cove liegt direkt vor dem Strand Beau Vallon. Wir sahen eine Karrettschildkröte, Scissortail Sergeants, Seeigel, Seesterne, Seegurken, Papageifische, Goat Fishes, Anglefishes, Reef Squids (Kalamare, die für mich am beeindruckendsten waren bei dem Tauchgang), Triggerfishes und Moorish Idols (Halfterfische, Nemos Gefährte im Aquarium).
Mein dritter Urlaubsflirt, Dominique, brachte mich unter Wasser etwas durcheinander als wir fast ineinander stießen und er mir einen Luft (Wasser-?)kuss gab. Wenn man das zweite Mal taucht, ist man auf sowas nicht gefasst... Es sollten mich immer wieder Menschen unter Wasser aus der Konzentration reißen...

Nach dem Tauchgang wollten wir uns etwas zu essen holen, es war allerdings schon alles geschlossen als wir ankamen (15 Uhr). Im Coral Strand Hotel gab es noch etwas, die Bedienungen waren allerdings sehr langsam und wir kamen erst um 16:30 Uhr wieder in der Tauchschule an.














Regenschauer und Regenbogen...

Lizzy ließ uns dennoch kurz vor dem Schließen noch ein Video sehen.
Den Sonnenuntergang um viertel nach 6/halb 7 sahen wir uns noch mit einem Seybrew an (dem Bier, das wohl dem deutschen am nächsten kommt). Abends mussten wir lernen.. Nicole meinte, dass das kein Urlaub sei und sie vielleicht nicht weitermachen würde. Ich wollte gar keine Überzeugungsarbeit leisten, weil ich ja daran Schuld war, dass sie ihre Zeit des Urlaubs für den Tauchschein opferte...













Gottesanbeterin und Hausgecko...











UNTERWASSERBILDER FOLGEN....



Dienstag, 16.12.2008

Wir gingen jedoch beide am nächsten Morgen wieder in die Schule und schauten uns die nächsten Videos an. Danach erklärte uns Lizzy ein paar Dinge und wir mussten einige Quizzes machen. Mittags holten wir uns alle etwas vom Takeaway für 25 Rupees (ca. 1,20 Euro, ich hatte Koriander Hühnchen..lecker).
Am Strand im Flachwasser machten wir dann noch einige Übungen wie Handzeichen üben und von der alternativen Luftversorgung des Buddies atmen... Nadja war diesmal mein Buddy und sollte mich retten, weil ich keine Luft mehr hatte. Ich zeigte also an, dass ich Luft brauche und schnappte mir ihre alternative Luftversorgung. Wir hakten uns ein und wollten einen gemeinsamen Aufstieg machen. Lizzy gab Nadja den Inflator in die Hand, damit sie an der Oberfläche das Jacket aufblasen konnte, und mich ebenfalls leicht an der Oberfläche halten konnte, denn ich sollte mein Jacket mit dem Mund aufblasen. Das verstand Nadja aber falsch. Sie schoss plötzlich wie eine Rakete an die Oberfläche und ließ mich im Wasser "ertrinken"..
Rettungsversuch schief gelaufen. Sie blies ihr Jacket schon unter Wasser komplett auf: Das, was Taucher niemals machen sollten! Ich muss immer noch lachen, wenn ich daran denke.. Ob ich Nadja noch mal als mein Buddy einsetzen werde? ;-)

Ein weiteres Bild, was mir immer in Erinnerung bleiben wird: Lizzy dreht mir die Luft ab. Wir sollten erfahren, wie es ist, wenn die Luft ausgeht. Man kann immer noch ein bisschen atmen, aber die Lunge nicht mehr ganz füllen. Dann sollte man handeln... hoffentlich passiert mir das in Realität nicht...



Bier kaufen
in Mike's Store...








Nicole und ich trafen uns für den Sonnenuntergang mit Bengt und saßen lange auf den Granitfelsen, beobachteten die Flughunde, die sich später in Mangobäumen niederließen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Früchten und Fruchtsaft. Ihre Schreie machen die Nächte ein bisschen unheimlich. Auf den Seychellen sind sie eine Delikatesse (Chauve-Souris). Probiert habe ich diese Speise nicht, würde ich auch gar nicht wollen...



Bengt unter
einer Kokospalme..
































Mittwoch, 17.12.2008

An diesem Tag standen zwei Tauchgänge auf dem Programm. Wir fuhren mit dem Boot etwa eine halbe Stunde östlich von Mahé zu den Riffen: Dragon's Teeth und Brissare Rocks.



Nach ein paar Übungen, bei denen wir schon einige Eagle Rays sahen, konnten wir das Riff voll genießen. Uns begegneten mehrere White Tip Reef Sharks, Muränen (Moray Eel), ein Feuerfisch (Lionfish), große Langusten, ein kleiner Manta, ein Delfin und natürlich hunderte von Kleinfischen, Seesternen, Seeigeln... Beim zweiten Tauchgang faszinierten mich vor allem die weißen Fächerkorallen auf dunklen Granitfelsen. Wir sahen wieder einige Riffhaie, diesmal ganz kleine, in einer Höhle herumschwimmen, Muränen, Langusten, Schwärme von Fischen, einen aufgeblasenen Kugelfisch etc. Diesmal brachte mich Thomas unter Wasser durcheinander, weil seine Taucheruhr wie ein Telefon klingelte und er daraufhin mit seiner Hand neben dem Ohr ein Telefon andeutete.. Ich musste lachen und aufpassen, dass mir die zweite Stufe nicht aus dem Mund fällt :-)













Als wir wieder auf dem Boot waren, ludt uns Thomas alle zum Abendessen in die Pizzeria ein. Es war sein Geburtstag. Nach netten Gesprächen beim Essen war es wieder Zeit für Nicole und mich zu lernen. Wir verabschiedeten uns und waren bereits bettfertig als das Telefon klingelte. Die Rezeption sagte, es sei jemand für mich da.. Ich wurde sauer, weil ich dachte es sei Michael, der anscheinend nicht verstand, dass ich kein Interesse an ihm hatte und mich außerdem noch vom Lernen für die Abschlussprüfung abhalten wollte. Ich zog mich wieder an und war überrascht, Bengt zu sehen, der nicht mich, sondern Nicole und mich aufgesucht hatte, um uns zu sagen, dass unten im "Ort" ein Markt stattfindet und wir uns den Trubel mal anschauen sollten bevor wir ins Lernen versinken.


Trotz meines schlechten Gewissens gingen wir zu dritt zum Markt. Nicole kaufte ein Souvenir und dann hörten wir der Musik mit großem afrikanischen Einfluss zu, während das halbe Dorf tanzte. Wir waren wieder mal fast die einzigen Touristen. Sehr schön...




Auf den Seychellen gibt es drei traditionelle Tänze: Kamtole, Sega und Moutia. Bei der Musik auf dem Markt handelte es sich um Moutia. Uns wurde später von Dominique und Lyn erklärt, dass es egal ist, wie man tanzt. Jeder hat seinen individuellen Stil und das wird so akzeptiert. Kein Wunder, die Seychellen sind wohl das multikulturellste Völkchen der Erde, verbinden sie doch europäische, afrikanische und asiatische Einflüsse, waren Kolonien der Briten und der Franzosen... Auf jeden Fall war für uns beim Tanzen zu sehen, dass ohne Hüften gar nichts geht ;-)
Aber auch dieser schöne Moment verging, wir mussten noch lernen für die Prüfung...


Palm Spider und
Ameisenstraße von
der Decke zu Nicoles
Keksen...









Die Folgen des Tauchens:
Nicoles Begegnung
mit einer Qualle...

Seychellen - Reisebericht Teil 1

Der Flug auf die Seychellen dauerte von Frankfurt aus 9,5 Stunden. Check-in, Passkontrolle usw. brachten wir in Frankfurt ohne Warteschlangen schnell hinter uns, dafür mussten wir auf das verspätete Flugzeug warten. Das einzig Unangenehme abgesehen von dem langen Flug waren die Stinkefüße hinter Nicole. Sie deuteten an, dass es der "Urlaub der Gerüche" werden sollte. Ich hatte meinen ersten Urlaubsflirt bereits im Flugzeug mit Michael, einem Seychellois, der tatsächlich dachte, ich setze mich auf den Platz neben ihm, nur weil er mit seinen Händen ständig Andeutungen machte.. Ich habe ihm später erklärt, dass der Knochen nie zum Hund kommt, weiß allerdings nicht, ob er das verstanden hat :-)

Die Seychellen liegen im Indischen Ozean nördlich von Madagaskar, östlich von Mombasa/ Kenia. Der Inselstaat besteht aus 115 Inseln (Granit- und Koralleninseln), davon ist Mahé die größte: 27 km lang und 8 km breit. Insgesamt haben die Seychellen 82.247 Einwohner (Stand Juli 2008) wovon 55.000 in der Hauptstadt Victoria auf Mahé leben. Die Temperaturen bewegen sich im gesamten Jahr zwischen 24 und 30 Grad Celsius. Es gibt 3 Landessprachen: Kreolisch (Seselwa), Französisch und Englisch. Die Seychellen sind uns zeitlich 3 Stunden voraus.

Samstag, 13.12.2008


Der Flughafen auf Mahé liegt direkt am Meer, dennoch kam das Urlaubsfeeling nicht nur durch den tollen Ausblick, sondern vor allem durch mindestens 80% Luftfeuchtigkeit bei 30 Grad Celsius zustande. Nach der Passkontrolle und Visavergabe tauschten wir mit Michael Nummern aus, wir dachten:"Wer weiß, wozu das noch gut ist..".


Wir hatten bereits ein Taxi von Deutschland aus bestellt. Ein Deutscher wollte erst mit uns fahren, entschied sich dann jedoch anders. Bengt hieß er, und er sollte uns noch nützlich werden.. Vom Flughafen aus fuhren wir durch die "kleinste Hauptstadt der Welt", Victoria, über einen Berg nach Beau Vallon, einem der schönsten Strände von Mahé. Die Landschaft ist sehr sehr grün, kleine Häuser stehen versteckt zwischen Palmen und Granitfelsen, das türkisblaue Meer bildet einen schönen Kontrast zu feinsandigen Stränden und grünen, tropischen Wäldern. Im Gästehaus angekommen, wurden wir zuerst auf die stark ansteigende Kriminalität vorbereitet. Wir sollten alles in den Safe schließen, nichts herumliegen lassen, keine Klamotten an die Fenstern hängen, sie würden geklaut werden. Außerdem sollten wir noch ein weiteres Vorhängeschloss zu unserer Sicherheit bekommen. Das kam zwar nie, wir erfuhren jedoch schnell, warum dieser Trubel veranstaltet wurde. Eine deutsche Familie im Zimmer nebenan wurde einige Tage zuvor ausgeraubt. Ein Einheimischer stand nachts einfach in ihrem Zimmer und nahm alles mit, was er kriegen konnte (vor allem Geld und Mobiltelefone). Er hatte durch die Fenster, die wegen ihrer Lamellen-Form nie ganz geschlossen werden können, durchgefasst und den Schlüssel der Tür umdrehen können. Nach dieser Erzählung zogen wir den Schlüssel ab und legten ihn auf den Schrank, außerdem stellten wir zur Sicherheit immer einen Stuhl vor unsere Tür, damit wir wach werden würden, wenn sich jemand Zugang verschafft. Wir haben allerdings keine Erfahrungen mit Einbrechern gemacht.


Nach unserer Ankunft und der ausführlichen Einweisung verschaffte ich mir erstmal einen Überblick über den Strand Beau Vallon ("schönes Tal"). Es waren wenige Touristen zu sehen, der Blick auf Palmen am Strand war Bilderbuch-verdächtig. Dann kam der große Schock: Das Wasser hatte mindestens 28 Grad! Wie soll man sich da abkühlen??? Nicole und ich liefen dann noch mal gemeinsam an den Strand und versuchten Essensquellen auszumachen. Klar war: Die Lebensmittelversorgung sollte nicht ganz einfach werden. Wir aßen in einem recht teuren Restaurant am Strand, Hühnchen Coconut Curry, und waren über die Preise in Euro überrascht. Die Landeswährung ist eigentlich der Seychellen Rupee, viele Hotels und Restaurants haben allerdings Euro-Preise in ihrer Karte. Nicole musste noch mal zurück zum Gästehaus, um Euro-Nachschub zu holen. Dabei hatte sie eine unangenehme Begegnung mit einem Bus, und damit ihren ersten blauen Fleck. Wenn etwas Mangelware auf den Seychellen ist, dann sind es Bürgersteige. Die Straßen sind eng und daneben gibt es entweder Mauern oder tiefe Gräben, die das Ausweichen von Autos und Bussen unmöglich machen (es wird also auf die Ausweichmanöver der Fahrzeuge vertraut). Scharfe Kurven und die dadurch eingeschränkte Sicht machen einen Spaziergang zum Nervenkitzel. Am späten Nachmittag nach einem heißen Bad im Meer gingen wir zurück zum Gästehaus und fingen mit unserer Urlaubslektüre an. Als wir ankamen fing es an zu regnen und schien nicht mehr aufzuhören. Im Dezember beginnt die Regenzeit auf den Seychellen und dauert bis Mai. Etwa um 20 Uhr kam ein Anruf von Michael. Der Regen war wieder vorbei, und wir gingen mit ihm in die Pizzeria gegenüber essen. Die Pizzeria Baobab ist toll: Direkt am Strand, ein schöner Biergarten, und die Pizza schmeckt wie vom Italiener. Außerdem kostet sie nur um die 70 Rupees, das sind ca 3,30 Euro. Um 22 Uhr wollten sie dann schließen und wir liefen zum Berjaya Hotel. Dort tranken wir bei kreolischer Live-Musik einen Cocktail und schlenderten am Strand zurück zum Gästehaus. Es war Vollmond und die Schatten der Seychellen-Flughunde huschten über den nassen Strand, das warme Wasser des Indischen Ozeans hatte in diesem Moment eine beruhigende Wirkung. Michael lud uns zu seiner Familie, besser gesagt zu seiner Schwester, zum Mittagessen am nächsten Tag ein. Wir sollten das kreolische Leben näher kennenlernen.

Sonntag, 14.12.2008

Morgens wollten wir zuerst zu der Tauchschule gehen, mit der ich bereits in Deutschland Kontakt aufgenommen hatte. Als wir ankamen und nach dem Kurs fragten, den wir Montag beginnen wollten, sagte uns die Besitzerin, dass das Boot durch den starken Wellengang vor einigen Tagen beschädigt wurde, und zuerst in Reparatur müsse. Den Kurs könnten sie uns leider nicht anbieten... Etwas deprimiert liefen wir am Strand entlang, um zu den anderen Tauchschulen zu gelangen. Wir sahen ein Boot mit Tauchern nahe dem Ufer und erkannten Bengt, das war der Deutsche, der uns am Flughafen wegen des Transfers angesprochen hatte.
Nicole fragte ihn, ob er tauche und eine Tauchschule empfehlen könne. Eine Freundin von ihm, Nadja, sollte morgen mit einem deutschen PADI Tauchkurs beginnen, wir sollten Lizzy, die Lehrerin fragen, ob sie uns noch aufnehmen könne. Lizzy war sehr nett und bat uns an, das Buch gleich abzuholen und schon mal vorzulernen, denn Nadja habe schon vor 2 Wochen mit dem Lernen begonnen... Da wir aber die Verabredung mit Michael hatten, wollten wir erst Montag mit dem Kurs und dem Buch beginnen (trotz schlechten Gewissens). Lizzy erklärte uns, dass es ganz einfach sei, die Tauchschule zu finden. Ein großer Walhai sei das Erkennungszeichen direkt an der Straße. Wenn das nicht was Gutes zu bedeuten hat...













Die
handtellergroße Seidenspinne (Palm Spider) und der Seychellen Skink...












Sternfrucht
und Brotfrucht...

Wir fuhren mit dem Bus nach Victoria, der alle halbe Stunde von Beau Vallon abfährt. Eine Busfahrt kostet immer 3 Rupees (ca. 15 Cent), egal zu welchem Ziel man gelangen möchte. Am Busbahnhof in Victoria wartete Michael schon auf uns. Zu seiner Schwester war es noch eine längere Busfahrt. Sie wohnt in der Nähe von Grand' Anse (großer Strand), im tropischen Wald auf einer Anhebung. Wir wurden von ihren Töchtern und ihrem Sohn begrüßt.


Ein Enkel war auch dabei, Claudio, mein zweiter Urlaubsflirt ;-) Hätte ihn am liebsten mitgenommen. Er hat einen italienischen Vater, wobei die Wurzeln nur schwer zu erkennen sind ;-) Seine Mama ist erst 17 Jahre alt, leider keine Seltenheit auf den Seychellen.








Im Garten gab es viele Katzen, zur Freude von Nicole. Da auf das Wohlergehen von Haustieren nicht unbedingt sehr viel Wert gelegt wird, versuchte Nicole jeder Katze von ihrem eigenen Mittagessen etwas abzugeben.




Ein Männchen des Madagaskar Webers...










Ein Obstbaum war mir neu: Jamalac (Zanmalak). Die Früchte sind rosa bis rot und sehen von außen so aus wie Granatäpfel in Birnenform. Sie haben einen Kern, ihr Fruchtfleisch ist weiß und faserig. Der Geschmack ist wässrig, süß mit einem Hauch Säure, kommt von dem was ich kenne dem Apfel am nächsten, aber doch ganz anders.



Die Wohnungen der Seychellois sind voll von kleinen Dingen, die schnell verstauben. In Vitrinen und auf Schränken stehen Muscheln, Fläschchen (Gina, die Schwester von Mike hatte ein Faible dafür), Pokale, Porzellanfiguren etc. Eine Veranda hat jedes Haus, meist steht sie voller Gerümpel.


Bald gab es essen: Hühnerbeine/-flügel, Schwein, Kartoffeln und Reis. Fleisch gibt es meist nur am Wochenende, 1 mal pro Woche, weil es im Gegensatz zu Fisch sehr teuer ist. Nach dem Essen liefen wir den Berg runter zu der nächsten Bushaltestelle.















Der Bus brachte uns nach Port Launay, einer kleinen Bucht im Westen der Insel. Dort waren sehr viele Gruppen von Indern, und Michael erzählte uns, dass sie als Gastarbeiter auf die Seychellen kommen.
Viel los in Port Launay auf der
Straße...






















Ruhiger Strand und keine Wellen...












Nach Entspannung am Strand
und vielem Beäugt-werden, weil wir einige der wenigen Touristen an dem Strand waren, fuhren wir zurück nach Victoria und von dort aus nach Beau Vallon.

Es gibt Bilder, die ich nicht fotographisch festhalten konnte... Das schönste Bild für mich an diesem Tag war der Hindu-Tempel in Victoria bei Dämmerung, vor der Kulisse tropisch-bewachsener Berge über den viele Flughunde kreisten.



















Tagsüber ist der Seychellennektarvogel zu sehen (nicht verwandt mit dem Kolibri) und nachts viele Flughunde...

Sonntag, 21. Dezember 2008

Seychellen 13.-20. Dezember 2008


Heute bin ich aus einem fantastisch schönen Traum wieder erwacht... Die Reise auf die Seychellen war wunderschön, Nicole und ich haben unseren Tauchschein gemacht, Leute kennengelernt, traumhafte Sonnenuntergänge erlebt, Riesenschildkröten gestreichelt und das Leben der Seychellois aus nächster Nähe betrachtet... Der Bericht folgt noch ;-)
Vielleicht aber nicht vor Weihnachten, deswegen wünsche ich Euch schöne Feiertage!!!
Frohe Weihnachten und auch schon mal einen guten Rutsch!