Sonntag, 9. März 2008

Last Days... Sydney


Nach einigen Regentagen (auch mit Sturm und Hagel) hat in Sydney zum Abschied doch noch mal 3 Tage die Sonne geschienen...









Samstag habe ich mir die Schwulen und Lesbenparade angesehen. Mardi Gras in Sydney...











Gutes Wetter war natürlich die beste Voraussetzung für das, was ich am liebsten in Sydney mache: Faul an meinem Lieblingsstrand rumliegen! Coogee Beach












Was ich auch noch gerne in Coogee mache: Im Beach Palace Hotel auf der Dachterrasse ein Bierchen trinken... oder auch einen Cidre... wenn die Terrasse zu ist, auch mal gerne was essen...











Dann noch mal durchs CBD schlendern...




















Harbour Bridge...












Außerdem wollte ich die Oper noch mal sehen und die reflektierenden Fliesen bei Sonne fotografieren...









Über das Fazit muss ich mir noch etwas Gedanken machen.. Das Jetlag und eine Erkältung schlauchen mich momentan noch, außerdem bin ich mit Assessment Centre, Vorstellungsgesprächen und alltäglichen Herausforderungen beschäftigt...

Auf jeden Fall bin ich etwas entspannter geworden. Ich glaube, das hat weniger mit der australischen Mentalität zu tun als mit dem Umstand, einige Zeit ohne jegliche Perspektive zu leben, nie zu wissen, was kommt (z.B. ob man einen anständigen Job findet - weil man nur auf das Visum reduziert wird oder ein Visum zu bekommen, weil da nur die Ausbildung oder ein Sponsor ausschlaggebend sind) und die Gedanken an die Zukunft so gut wie möglich zu verdrängen. Et kütt wie et kütt...

Ich habe einiges über Aufenthaltsgenehmigungen in Australien gelernt, was mich vorsichtiger macht für jeden neuen Gedanken evtl. auch in einem anderen Land bleiben zu wollen, und mir klarer gemacht hat, dass ich der deutschen Nationalität angehöre - in diesem Fall nicht aufgrund der Mentalität, auch wenn es hier Unterschiede gibt. Eine zeitlang in einem anderen Land zu sein, gibt mir zudem eine andere Perspektive auf die Vergangenheit, man verarbeitet viele Dinge erst mit einem gewissen Abstand und durch räumlichen Abstand lernt man auch, wer wahre Freunde sind. Für mich wird es nicht der letzte Auslandsaufenthalt gewesen sein, aber vielleicht mit anderen Erwartungen und Hoffnungen als dieses Mal.

Die Reisen in Australien waren die großen Highlights meines Aufenthalts. Australien ist ein Land der Kontraste, es gibt so viele unterschiedliche Landschaften und zahlreiche Aktivitäten, die einem eine spannende Zeit garantieren. Gefährliche Tiere und Wanderwege geben einem den nötigen Kick, selbst in Sydney kann das Adrenalin wegen Spinnen in die Höhe schnellen oder die Begeisterung über einen nervenden Kakadu oder Schwärme von Flughunden, die abends zum Meer fliegen, mitreißen.

Sydney ist eine fantastische Stadt, aber eigentlich nur bei schönem Wetter. Und durch La Nina hatten die Sydneysider diesen Sommer extrem viel Regen und kühle Temperaturen. Ich hatte mir den australischen Sommer anders vorgestellt. Das Geld geht einem in Sydney leider schnell aus, es ist eine teure Stadt. Dafür ist Sydney neben Melbourne die einzige Stadt, die nicht langweilig wird. Es gibt genügend Restaurants, Bars, kulturelle Angebote, zahlreiche Shoppingmöglichkeiten, spektakuläre Wanderwege, viele Festivals und andere Events, wunderschöne Stadtstrände und Parks, die Sydney zu einer Stadt mit hoher Lebensqualität machen.

Auf Wiedersehen, Sydney! Ich hatte eine schwere, aber auch schöne und unvergessliche Zeit bei Dir!

Freitag, 22. Februar 2008

Tour Western Australia 1

09.02. Ankunft in Perth und Stadtbesichtigung

In Sydney regnete es seit mehr als 1 Woche durch. Was für ein Sommer! Als ich dann in Perth angekommen bin, war es so, wie ich mir Australien im Sommer vorstelle:
Heiß, sonnig, angenehm windig und offene Leute (ok, manchmal ein bisschen zu offen).











Da ich eigentlich noch eine Taschenlampe und etwas Verpflegung kaufen wollte, war ich natürlich geschockt, dass in Perth die Supermärkte Samstags schon um 5 zu machen. Zu Fuß hat man Perth auch schnell erkundet - scheint nicht die aufregendste Stadt zu sein, aber ganz nett.

10.02. Tagestour zum Wave Rock

In Western Australia leben 2,1 mio. Menschen, von denen 1,1 mio. Einwohner von Perth sind. Dabei nimmt Western Australia 1/3 der Gesamtfläche Australiens ein. Entdeckt wurde der Westen 1616 durch den Holländer Dirk Hartog. Perth wurde 1829 gegründet.
Hauptindustrie ist der Abbau von allen möglichen Mineralien v.a. Eisen (rote Erde) und die Arbeitslosenquote liegt bei unter 3%. Die Gegend ist geprägt von Landwirtschaft, den vielen Minen (und dementsprechend den Tip Trucks, die auf unserem Weg zum Wave Rock mehrere Staus verursachten - sie sind breiter als eine zweispurige Straße), unzähligen Grass Trees (die nur 4-10mm im Jahr wachsen und viele Buschfeuer überleben können), Eukalyptusbäumen und Palmfarnen. Paddy Melons habe ich schon im Red Centre gesehen, Melonen, die am Straßenrand wachsen, und mich gewundert, wie die dahinkommen. Sie sind wild, können nicht gegessen werden, nicht mal von den Tieren.

Viele Stellen in der Western Australia sind versalzt.
Soweit ich den Tourguide verstanden habe, kommt das Salz von den Überschwemmungen der Flüsse, die das Salz des Meeres auf die australische Erde tragen.






Unsere erste Station war York, eine süße Stadt, die 1831 errichtet wurde und damit die älteste Inland-Stadt ist.




Wave Rock in Hyden











Wave Rock von oben...



Ein Goana hängend
am Wave Rock..







Hippo's Yawn

Hippo's Yawn war eine Geburtstätte der Aboriginees, allerdings wurde die Gegend durch Mulca im Gegensatz zu heiligen Stätten wie Uluru zum Taboo erklärt. Da die Höhle so aussieht wie das Maul eines Nilpferds, wird sie Hippo's Yawn genannt.




Mulca's Cave
Mulca war ein Aboriginee Kind, das schielend auf die Welt kam. Damit war es schon vom Bösen gezeichnet. Die Mutter von Mulca musste das Kind allein großziehen, weil sie von der Gruppe verstoßen wurde. Die Legende sagt, dass Mulca in dieser Höhle großgeworden ist und nie Fleisch essen konnte, weil er beim Jagen immer daneben geschossen/ gestochen hat (er schielte ja).
Also lockte er eines Tages ein Aboriginee Kind in die Höhle und tötete es. Kurz darauf lief seine Mutter in die Höhle, die er auch tötete. Einige sagen, dass es ein Unfall war, weil er seine Kräfte nicht einschätzen konnte (er war ziemlich groß und stark). Er lief weg und wurde von anderen Aboriginees verfolgt und getötet. Sein Geist soll immer noch in der Gegend leben..

Wildes Getier: Viele, viele Papageien, 2 Füchse mit Riesenohren, 2 Emus und ca. 20 Känguruhs bei Sunset.

Australian Ringneck...

Galah oder Rose-breasted Cockatoo...







Abends habe ich dann noch Sarah getroffen, die ich auf der Schooner Friendship kennengelernt habe. Allerdings gab es kaum eine Bar in Perth, die sonntags länger als 10 Uhr aufhat. Wir waren in der Universe Bar mit Live Musik bis halb 12 - die meisten waren aber schon um 10 Uhr betrunken. Kein Wunder: Bei der Hitze verträgt man ja nix!

Tour Western Australia 2

11.02. Nambung National Park: Pinnacle Dessert

15 Leute in Roxy, einem 4WD Bus, unterwegs von Perth nach Broome: Lee, Stefan, Ralf, E
ls-Sophia, Lonneke, Carla, Patrizia, Nicole, Marie, Pierre, Kerstin, Laura, Bec, (Kev ab Exmouth) und ich zusammen mit 2 Tourguides: Jess und Emma.
Das Fahren in dem Bus beschrieb Lee ganz treffend mit "auf einer Waschmaschine sitzen" und ans Schlafen mussten wir uns noch gewöhnen.

Das erste Ziel waren die Pinnacles, die zwar aussehen wie Termitenhügel, aber aus Limestone gebildet wurden.

Direkt am Strand bilden sie einen schönen Kontrast zu dem schneeweißen Sand, der aus dem Meer kommt und beste Voraussetzungen für Sandboarden bietet.


Auf dem zu den Pinnacles hat uns ein Bobtail Skink mit seiner blauen Zunge begrüßt.



Es waren über 40° und nach einem kurzen Walk und sandboarden (was ich diesmal habe bleiben lassen - Port Stephens war noch viel spannender, weil höher) kam uns ein Bad im Meer ganz recht.


Roxy...





Lunch in Jurien Bay...




Die Unterkunft war super, weil wir vom Balkon aus den Sonnenuntergang betrachten konnten.






12.02. Kalbarri National Park: Nature's Window "The Loop", Z-Bend Gorge und Shell Beach

In der Z-Bend Gorge im Kalbarri National Park konnte man Abseiling machen. Ich habe mich als Fotograf zur Verfügung gestellt, da ich es nicht so spannend fand.

Für die Teilnehmer allerdings war es eine große Überwindung über die Kante zu gehen. Danach war es wohl weniger schlimm.









Nach einem Walk in die Z-Bend Gorge kam
kurz vor dem Lunch
noch ein kleinerer Walk zum Nature's Window,
ein Loch in einem Felsen..







An der Tankstelle erfuhren wir, dass es 41° im Schatten seien.

Carla und ich kauften uns Iced Water, was schnell zu unserem neuen besten Freund wurde..





Am Nachmittag fuhren wir zum Shell Beach, der aus Millionen kleiner weißer Coquina Muscheln besteht und sich 120km lang um L'Haridon Bight zieht.

Das Wasser war wie ein beheizter Pool: Heiß! Also hat nur mein gefrorenes Trinkwasser für Abkühlung gesorgt.




Die Gegend gehört zum Weltkulturerbe aufgrund von 3 Dingen: Stromatholiten (zu denen komme ich später), Seegras und dem Bilby.

Das Seegras umfasst hier eine Fläche von 4000 km² und insgesamt wachsen hier 12 von weltweit 50 Arten. 10% der Weltpopulation von Dugongs leben hier (Manatees, Seekühe).



Bilby ist Aborinal Sprache und bedeutet "langnasige Ratte"...

Der deutsche Name ist Kaninchennasenbeutler, hihi :-) Es gibt nur noch den großen Beutler, der kleine ist ausgestorben. Sie zeichnen sich durch ihre großen Ohren aus, witzig sind die Straßenschilder, die Autofahrer auf den Bilby aufmerksam machen sollen...




Übernachtung in Monkey Mia Resort mit Barbie als Dinner. Luxus...

Für die einzige "Beeinträchtigung" der Nachtruhe hat diese relativ kleine Huntsmen Spider gesorgt. Da sie gerne in Zimmer verschwinden und dieses Exemplar am Morgen nicht mehr da war, wo sie am Abend noch gesichtet wurde, mussten die Rucksäcke genau begutachtet werden.. Ihr Biss tut richtig weh, ist aber nicht bedrohlich. Sie sind notorische "Ins-Haus-und-ins-Auto-Kommer" und auch wegen ihres haarigen, großen Körpers und der gut sichtbaren schwarzen Augen nicht sehr beliebt.