
Königlich begann der Urlaub im Schloss Ulrichshusen, nördlich von Waren an einem kleinen See. Vollbeladen mit dem Faltboot von Frank, was sich als wahre Sehenswürdigkeit unter den vielen Paddlern erwies, einem kleinen Zelt, Campingzubehör und Klamotten waren es fast 700 km zur Seenplatte.
Die Mecklenburgische Seenplatte besteht aus über 1000 Seen, von denen viele miteinander verbunden sind. Deswegen ist es ein Paradies für Paddler. Das Gebiet umfasst ein Viertel Mecklenburg-Vorpommerns und besitzt zahlreiche Schlösser und Burgen. Einige sind sehr stark renovierungsbedürftig, andere wurden zu Hotels umgebaut. So auch Ulrichshusen. Neben dem Schloss als Hauptgebäude gibt es einige Nebengebäude mit Zimmern und Ferienwohnungen, Veranstaltungsräume und ein Restaurant.
Restaurant und See im Abendrot....


Unser Zimmer...

Das Schloss und die Mücken am See...


Kummerower See
Weil uns der See am Schloss etwas zu klein war, fuhren wir an den Kummerower See nördlich von Malchin. Auf dem Weg gab es Störche und Reiher zu sehen, außerdem ein schönes Tor in Malchin sowie viele Backsteinhäuser und -kirchen.
Das Malchiner Tor und die Kirche...


An einem Campingplatz in Sommerstorf packten wir das Boot aus.

Der Kummerower See: Möwen, Algen, aber ganz schöne Strände...
Nach 2 Stunden aufbauen (die Bedienungsanleitung von diesem Faltboot ist wirklich dürftig und Frank hatte es vor 2 Jahren das letzte Mal aufgebaut), ging es dann endlich los. Wir steuerten eine Badestelle an einem Campingplatz an. Die Badepause nutzten wir, um uns von dem Angriff der Walhaimücke (wahrscheinlich eher eine Pferdebremse, aber Manni sagte, mir würden Walhaimücken begegnen, und die sah am ehesten nach einer aus) zu erholen und die Sonne zu genießen.
Walhaimücken, die Manni mir prophezeit hat und Schmetterlinge...



Abends grillten wir ein schönes, saftiges Steak und konnten uns in der kleinen Küchenecke unseres "Zimmers" im Nebengebäude des Schlosses austoben. Diesmal verzichteten wir auf die Gesellschaft von unzähligen Rentnern, die anscheinend zur Hauptkundschaft des Schlosses in Ulrichhusen gehören.
Plauer See
Am Dienstag fuhren wir zum Plauer See. Vorher kauften wir noch Fahrradhandschuhe, damit meine Blasen an den Händen nicht noch größer wurden. In Malchow gab es ein kleines Sportgeschäft mit einem lustigen Verkäufer. Zwar sind die Handschuhe viel zu groß (er hatte keine kleineren da), aber ich dachte, ich sehe wenigstens professioneller in den Sporthandschuhen aus. Ein bisschen halfen sie auch ;-)
Einkaufsstraße und Mühle in Malchow...

Wir suchten erst an Campingplätzen nach einer geeigneten Stelle für das Boot (dort gibt es die meisten Badestellen), wurden aber nicht fündig. Kriterien: Flaches Wasser, guter Zugang zum See und Parkplatz möglichst nah (das Boot ist schwer). Fast hätte ein junger Rehbock unser Auto überrannt; gut, dass wir da nur etwa 10 km/h schnell waren...
Bei Wendorf, hinter dem Forellenhof, fanden wir eine Bootsanlegestelle im Wald und direkt neben dem Parkplatz.
Der Aufbau dauerte wieder seine Zeit, ging vielleicht etwas schneller als am ersten Tag. Trotzdem: So ein Faltboot ist nix für Frauen, da sind starke Männer gefragt... und Silikonspray...

Der Plauer See ist mit dem Fleesensee, dem Kölpinsee und der Müritz verbunden und eignet sich deswegen auch für längere Touren. Er ist 38,4 km² groß und damit der drittgrößte der mecklen-burgischen Seen.


An einem kleinen Badestrand kurz vor einem FKK Campingplatz mit einem größeren Badestrand machten wir Halt und ruhten uns aus. Ein Schwanenpaar mit hässlichem Entlein sonnte sich ebenfalls an diesem Strand.
Im Reiseführer der Mecklen-burgischen Seenplatte steht, dass man stets wind- und wasser-abweisende Bekleidung dabei haben sollte, weil es schnell zu Wetter-änderungen kommen kann.
Das war dann auch nach dem Baden und Planschen mit der Luftmatratze so... Es sah stark nach Regen aus.
Wir machten uns auf, und suchten eine kleine Durchfahrt, die durch die Halbinsel führen sollte und nur für Kanus befahrbar ist. Die Suche gestaltete sich (nicht nur durch den Regen) als schwierig, insbesondere weil das gesamte Ufer mit Schilf bedeckt war. Wir probierten so ziemlich jede kleine Lücke aus: Fuhren rein und wieder raus, bis wir fündig wurden. Unter einer kleinen Brücke durch kamen wir wieder da an, wo wir losgepaddelt sind.

Wenn Ihr das nachmachen wollt, empfehle ich Euch, den Durchgang direkt am Anfang zu nehmen. Er befindet sich etwa auf 10 Uhr von der Bootsanlegestelle aus gesehen.. und ist etwas unheimlich :-)

Fortsetzung siehe Teil 2














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