Samstag, 9. Juli 2011

Santorini, blau-weißes Gyros-Inselchen

In der ersten Woche meines Urlaubs war ich krank mit Erkältung und das Wetter war immer noch sehr unbeständig. Frank und ich entschieden uns deswegen zu einem Last-Minute-Urlaub auf Santorin in der zweiten Woche. Genau die richtige Entscheidung.


Wetter gut, Insel gut, Gyros gut, alles gut.



Santorini ist eine sehr kleine Insel. Nur 27 km lang von Oía im Norden bis zum Leuchtturm im Süden. Einwohner gibt es nur 13.700. Die griechische Insel ist als Bilderbuchinsel bekannt - berühmt für die blau-weißen Kirchen und Gebäude, die am Hang errichteten Orte und den Ausblick auf den Kratersee sowie die abfallenden Klippen aus Lava und Bimsstein.

Freitag, 01.07. 
Am 1.7. früh morgens flogen wir von Frankfurt nach Thira und wurden von Neckermann/Bucher/Thomas Cook mit einem Bus in unser Hotel im Ort Kamari gekarrt.
Leider waren unsere Zimmer noch nicht fertig, denn Check-In war erst um 14 Uhr (!). Das Hotel "Venus Beach" machte aber so schon einen guten Eindruck.









Meerblick vom Balkon aus... 
Die Liegen am Pool waren aber immer schon früh morgens belegt....











In dem Ort fanden wir sofort ein sympathisches Restaurant, das "Mamma-Mia's" mit Salsamusik (wir waren von dem griechischen Gedudel im Bus noch sehr gestraft), griechischen Gerichten und Fast-Food-Gerichten zu guten Preisen.




Chicken-Gyros Pitta für 2 €....











Danach schauten wir uns die Strandpromenade an. Das Hotel ist nur durch sie vom Strand getrennt - sehr praktisch. Der Strand ist ein Lavastrand, ein Gemisch aus Steinen und Sand. FlipFlops sind nicht nur wegen der Steine, sondern auch wegen des leichten Aufheizens des dunklen Strandes empfehlenswert. Es gibt ein Dive Center mitten im Ort, aber durch die Erkältung hätte ich eh nicht tauchen können.













Der Urlaubsort Kamari

Viele Hotels, Tavernen, Supermärkte, Tankstellen, Kirchen... aber ab und zu trifft man auch ein paar Griechen unter sich. Da gehts dann oft laut zu, selbst bei der romantischen Stimmung eines Sonnenuntergangs.














Samstag und Sonntag, 02.07./03.07.
Alt-Thera (Ancient Thera) liegt auf dem Berg Mésa Vounó zwischen Kamari und Perissa. Zu Fuß dauert es etwa 45 Minuten nach oben, und ich empfehle, VIEL Wasser mitzunehmen. Wir sind erst um 11 Uhr los und kamen so in die Mittagshitze. Oben erschließt sich ein sehr schöner Ausblick aufs Meer und die beiden genannten Orte. Für 2 € kann man die Ausgrabungen der alten Stadt bewundern und erkennt allerlei unterschiedliche Bauten, wie Theater, Tempel, Thermen usw.
1000 v. Chr. wurde Thera von dorischen Siedlern gegründet, die vom griechischen Festland kamen.



Serpentinenstraße hoch zur alten Stadt...



















Säulen und ein Delphin...












Mit dem Muli hätte man auch reiten können... 40 Euro hin und zurück - ganz schön teuer... Der Bus kostet 10 Euro hin und zurück... Mit dem Laufen haben wir also Einiges gespart. War aber auch ganz schön anstrengend... Deswegen gönnten wir uns nachmittags noch Liegen für 6 € am Strand von Kamari.
















Montag, 04.07.

Für 3 Tage hatten wir einen Mietwagen gebucht, um die schönsten Punkte der Insel zu bewundern. Lustig war schon, als die Reiseleiterin in ihren Tipps für die Insel gesagt hat, dass die andere Seite von Santorini (die, wo wir NICHT waren) ja die viel schönere ist.... Einige Touristen hats wohl auch nicht gestört - viele waren mit einem Strandurlaub vollkommen zufrieden und wollten gar nichts erleben/sehen.
Wir konnten mit dem Mietwagen die viel schönere Seite erkunden. Viele Touristen nutzten auch Quads und Motorroller/ Mofas (Verleihe gibts an jeder Ecke von Kamari), allerdings passieren auch viele Unfälle mit den Dingern - ich selbst habe ein Mofa mit dem C1 nur knapp verfehlt..


Firá - die Hauptstadt

Firá ist die Hauptstadt und zählt 2100 Einwohner. Es geht ziemlich hektisch zu, außer man befindet sich auf dem Spazierweg am Kraterrand Richtung Imerovígli und Firostefáni, denn da gibts nur Touristen, Läden und Bettler. Firá hat einige Museen (z.B. Archäologisches Museum und Prähistorisches Museum), aber Alt-Thera hat mir für die Woche was die Vergangenheit angeht gereicht. Die Orthodoxe Kathedrale auf dem Gipfel der Stadt ist ganz hübsch, weil sie mit vielen bunten und goldenen Malereien ausgeschmückt ist.















Blick auf den Hafen und Imerovigli...











Die Caldera - der Kratersee...




Oía - die schönste Stadt


Oía hat 760 Einwohner und ist inzwischen auch mit den Nachbarorten verschmolzen. Nicht nur die Caldera, den Kratersee, kann man von Oía aus sehen, sondern auch die Ägäis. Die Lóndsa-Burg bietet den schönsten Ausblick auf den Sonnenuntergang und den Ort.
















Die Stadt Oía ist die schönste Stadt auf Santorini. Nicht nur, weil die Gebäude schöner sind oder noch steiler am Hang liegen als in Firá, sondern auch weil die meisten Restaurants und Cafés durch die Hanglage einen fantastischen Blick aufs Wasser bieten.









Tür ins Nichts? Nein, jedes Grundstück ist mit einer Tür von der Gasse getrennt - auch wenn die Funktion hier vielleicht nicht so klar ist... Es gehört sich eben so...







Vom Ammoudi Hafen kommen alle paar Minuten ein paar Mulis mit Touristen hochgeritten. Anstrengend ist wahrhscheinlich beides (die Touristen sahen nicht immer so glücklich aus). Ich glaube die wichtigste Frage für die Entscheidung zum oder gegen den Ritt ist, ob der Schweiß mit oder ohne Maultiergeruch besser ist...


Ein tolles Ereignis in Oía ist der Sonnenuntergang. Die meisten Touristen, die in diese Stadt kommen, lassen sich die schöne Stimmung nicht entgehen. Alle warten gespannt und lassen sich verzaubern...









Blick von der Londsa Burg auf die Touristen im Ort.. 
Auf der Burg warten auch ganz viele und ein Hund liegt mittendrin und hofft auf Streicheleinheiten...






Segelschiff und Hund in Pose... 
Besser kanns für das Fotografieren nicht laufen...












Dienstag, 05.07.

Auf dem höchsten Berg von Santorini starteten wir unsere heutige Mietwagentour. Dort hatten wir einen sehr schönen Ausblick auf die ganze Insel. Dort oben gibt es noch ein Kloster, das für Besucher allerdings gesperrt ist.











Mosaik am Kloster und unser Mietwagen...













Pyrgos (für Frank Gyros :-) - er kannte sich an dem Tag immer besser aus und als wir das Dorf von weitem sahen, meinte er, dass da ja schon wieder Gyros sei... (vielleicht war er auch hungrig, ich weiß es nicht) - ist das höchstgelegene Dorf auf einem 350 m hohen Bergkegel. Die Gassen sind sehr verwinkelt und die Ausblicke von dort aus sehr schön.




















Der Leuchtturm von Akrotíri liegt an der Südspitze der Insel. Dort wird viel Wein angebaut. Zu bewundern sind wieder die Ausblicke und bizarre Felsen und die unterschiedlichen Gesteinsschichten im Krater.












Hotelanlage aus Windmühlen - noch im Bau.. 
Wein und Pferde im Süden...











Der Red Beach ist wohl der berühmteste Strand der Insel, allein schon wegen der Farbe und dem Kontrast zu den weiter hinten gelegenen weißen Klippen. Etwas geschützt gelegen, ist es dort aber auch richtig heiß, und es gibt wenig Wind. Am besten kommt man hier wie an den anderen Stränden samt Badeschuhen ins Wasser. Der Strand ist nur 200 m lang, aber auch viele Boote legen vor dem Red Beach an - ist eben eine super schöne Kulisse, insbesondere vom Wasser aus.
























Da wir den Mietwagen am nächsten Tag schon um 18 Uhr abgegeben mussten und Sonnenuntergänge 1. um 20:30 Uhr sind und 2. nur von der anderen Seite (der Caldera) zu beobachten sind, fuhren wir abends noch mal zu einem Sunset View. Schön, oder?











Mittwoch, 06.07.

Mésa Pigádia liegt am südlichen Ende der Insel. Der Strand ist 500 m lang und liegt vor weißen Bimssteinklippen. Der "Feldweg", der zu dem Strand führt, ist sehr abenteuerlich; gut, dass uns keiner entgegengekommen ist... Die Taverne direkt am Strand ist in Familienhand und sehr schön hergerichtet. Es gibt frischen Fisch und andere griechische Gerichte - preiswert und lecker.

























Der Friedhof in Vourvoúlos war schwer zu finden, ist aber sehr hübsch. Die 13 Grabkapellen mit blauen Kuppeln stammen von den wohlhabenderen Familien des Ortes. Vor einer Tür ist sogar die Büste eines Verstorbenen aufgestellt.

Eine hungrige Katze miaute uns die ganze Zeit an und lief uns bis zum Auto hinterher... Herrenlose Katzen und Hunde gibt es sehr viele auf Santorini.












Donnerstag und Freitag, 07.07/08.07.

Mit 2 Strandtagen und Langeweile beendeten wir unseren Urlaub :-)





1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Wunderbar :)