02. Juli 2017 Fahrt bis nach Salzburg
In Salzburg sind wir nachmittags nach ca. 500 km angekommen, haben im NH-Hotel eingecheckt und haben das Auto im Parkhaus Linzer Gasse untergestellt.
Dann haben wir einen Spaziergang durch die Stadt gemacht: Schloss und Park Mirabell mit anspruchsvoller Foto-Asiatin (man konnte ihr wirklich nichts recht machen und sie konnte sich auch nicht auf Englisch verständigen...), Mozart-Wohnhaus, über die Salzach auf die andere Seite durch die Altstadt, das Mozart-Geburtshaus bis zum Dom mit der goldenen Kugel.
Fußmarsch den Berg hinauf zur Hohensalzburg. Die Museen dort besichtigt, die Burg selbst und den höchsten Turm. Inhaltlich konnten sich die Macher nicht ganz einigen, welchen Schwerpunkt sei legen wollten. Auf dem höchsten Turm mit Aussicht auf ganz Salzburg fing es an zu regnen und es hörte auch auf dem Weg zurück in die Stadt nicht auf.
Mit der Bergbahn runter ins Tal, dann durch die Stadt ins Restaurant "Imlauer" Sky Bar im Crown Plaza. Lecker Essen und schöner Ausblick. Dann zurück ins Hotel die Knochen trocknen.
03. Juli 2017 Fahrt über Slowenien nach Kroatien
In der Landbäckerei - Reichartseder in der Faberstraße noch schnell Frühstück gekauft. Weiterfahrt nach Kroatien.
Zwischenstopp in Slowenien bei der Burg Bled eingelegt; leider ziemlich voll, Parkplätze Mangelware. Slowenien ist das Land der Tunnel und Brücken, wirkt alles sehr aufgeräumt. Im Lidl ein letztes Mal mit Euro eingekauft und Mittag aus der Hand gegessen.
Die Burg Bled liegt sehr idyllisch auf einem 140 m hohen Felsen an einem türkis-schimmernden See. Im See liegt eine kleine Insel mit einer Kirche (Blejski Otok)...
Ca. 16:00 Uhr Ankunft am Campingplatz Polari, ca. 3 km südlich von Rovinj, haben dort ein Luxus-Mobilheim für 4 Erwachsene und 2 Kinder gemietet - gefühlt eher Esszimmer, Schlafzimmer und ein begehbarer Kleiderschrank. Außerem gabs einen eigenen Whirlpool auf der Terrasse, den wir aber aufgrund des Freizeitstresses gerade 1 x benutzt haben. Im "Plodine" Supermarkt in der Nähe des Campingplatzes haben wir uns mit allem Wichtigen eingedeckt (dort gabs auch einen Lidl, einen Konzum und einen Intersport) und Abends in der "Konoba Dub" Branzino (Brasse) und Trüffelnudeln gegessen. Danach sind wir mit einem Bier ans Meer in den "Hafen" des Campingplatzes gelaufen und haben die Nacht bei Bootsdieselaroma begrüßt.
Polari Mobilheim, Konoba Dub und Hafen/ Strand von Polari...
04. Juli 2017 Kanutour nach Rovinj
Trotz Filterkaffee und Aufbackbrötchen fühlten wir uns fit für eine Kanutour. Nachdem Frank etwas Bargeld - 1500 Kuna, entspricht etwa 210 Euro, Kurs 1€:7,4Kn - geholt hat, folgte der fluchfreie anderhalbstündige Faltbootaufbau.
Mit dem Bootswagen hat Frank das Boot dann direkt auf die Rampe gebracht und wir konnten loslegen.
Nach ca. eineinhalb Stunden haben wir Rovinj fotoperspektivisch erreicht, dann wars auch gut. Die Wellen und der Wind waren doch anstrengender als daheim auf dem Main zu paddeln.

Beim Vorbeifahren hat uns das Restaurant "Grill Lovor" vom Hotel Eden angesprochen, also sind wir auf der Rückfahrt dort angelandet, was dank eines kleinen Strandes kein Problem war. Der Istrische Käse und der selbstgemachte Quark mit getrockneten Früchten waren super, genauso wie der Oktopussalat.
Zurück haben wir eine Route über die vorgelagerten Inseln genommen und sind dann viel weiter gefahren als eigentlich nötig. Den "Eisberg" vom Aquapark haben wir uns daraufhin als Orientierung gemerkt. Das Boot musste nach Gebrauch mit Süßwasser abgespült werden (den fehlenden Gartenschlauch haben wir uns später in Pula im Bauhaus besorgt), abends haben wir gegrillt.Würstchen waren leider nix (wie Cevapcici), aber die Hähnchenspieße waren lecker.
05. Juli 2017 Schnorcheln, Wanderung nach Rovinj und Konoba Ulika
Morgens haben wir im Fremdenverkehrsamt in Fazana angerufen und eine Tour auf die Brijuni-Inseln gebucht (Titos Sommer-Residenz), die Frank unbedingt besichtigen wollte.
Dann haben wir uns Badeschuhe gekauft (wegen Seeigeln) und haben uns am Strand des Campingplatzes gesonnt, gebadet und geschnorchelt. Schnorchelsets eingeweiht: Seegurken, Fischschwärme und Muscheln gesehen.
Nachmittags sind wir nach Rovinj gelaufen, größtenteils am Ufer entlang durch Pinienwälder, letztes Stück durch die Stadt, runter durch die Fußgängerzone an den Hafen.
Zur Stärkung haben wir uns noch ein Eis gegönnt - Highlight: Feigeneis!

Dann durch ein Gewirr von Gassen hoch auf den Berg zur Kirche der Heiligen Euphemia. Drinnen dunkle Bänke, Marmorstuck und buntes Licht durch die Kirchenfenster. Unterhalb der Kirche ist die XL-Bar, noch darunter sind entlang der Straße die Bars wie Perlen an einer Schnur aufgereiht, weil man von dort einen schönen Sonnenuntergang sehen kann.
Das Restaurant "Monte" kurz unterhalb der Kirche hat 2017 als erstes kroatisches Restaurant überhaupt einen Michelin-Stern erhalten. Kein Wunder, dass es ausgebucht war... :-( Wir sind deswegen weiter gelaufen und haben das Restaurant Ulika gefunden, ein niedliches Lokal mit verspielt-rustikaler Inneneinrichtung, köstlichem Essen und einen Wirtin, die vor Jahren nach Bayreuth ausgewandert ist - Verständigung kein Problem.
Konoba Ulika....Vorspeisen: Garnelen-Carpaccio (raffiniert-scharf) und Jakobsmuscheln mit Erbsencreme und getrockneten Tomaten.
Die Hauptspeisen: Thunfischfilet mit Ratatouille und Petersfischfilet mit Tintenfischsauce und Garnelen, dazu Wein Malvasia
Nach einem kleinen Foto-Gang durch die Stadt gings dann im Dauermarsch inklusive Verlaufen zurück zum Campingplatz.
06. Juli 2017: Brijuni-Inseln, Pula und Bale
Kurz nach sieben haben wir uns aus dem Bett gewälzt und sind über Landstraßen nach Fazana gefahren. In Kroatien sollte man immer genügend Münzgeld für Parkautomaten dabei haben...
Dort haben wir im Touristenbüro die zwei reservierten Karten abgeholt und auf die Überfahrt gewartet, die ca. 20 min in Anspruch nahm.
Wir hatten wie schon die letzten Tage strahlendes Wetter und fanden eine schöne Flora auf der gesamten Insel vor. Tito benutzte die Insel als Sommerresidenz. Es gibt zwei Hotels, in denen er seine prominenten Gäste beherbergte, ein Haus mit einer Sammlung ausgestopfter Tiere, die Tito von Staatsgästen geschenkt wurden und die auf der Insel lebten. Außerdem eine Foto-Ausstellung mit berühmten Leuten aus seiner Zeit.
Man kann leider nur mit geführter Tour die Insel erkunden, also gabs noch einen Spaziergang mit Erklärungen, wie z.B. dass Robert Koch die Insel von der Malaria befreit hat. Es wurde eine Kirche und der botanische Garten angeschaut, ein 1600 Jahre alter Olivenbaum und es gab eine Tour zum "Safaripark" mit der Bimmelbahn, der eher an einen Streichelzoo erinnert. Weil Brijuni ein Nationalpark ist, werden keine neuen Tiere angeschafft - sie dürfen nicht in Gefangenschaft gehalten werden.Steineichen, Ausgrabungsstätte und Kirche
Lavendel, Seidenbaum und bettelnder Eichelhäher
Oleander, 1600 Jahre alter Olivenbaum und Blick in den botanischen Garten...
Die nächste Station war (unter anderem weil es dort ein Bauhaus gibt und wir einen Gartenschlauch fürs Boot kaufen wollten) Pula im Süden Istriens; es gibt ein sehr gut erhaltenes Amphitheater aus dem 1. Jh. aus Kalkstein mitten im Zentrum (Eintritt 50 Kn). Es wurde für Gladiatorenkämpfe benutzt und bot Platz für 20.000 Zuschauer. Danach Gang durch die belebte Altstadt bis zum Augustustempel aus römischer Zeit, hoch zur Festung aus dem 17. Jh.
Abends in Bale haben wir in der Konoba Bembo die Fischplatte für 2 Personen gegessen, die traditionell mit Mangold und Kartoffeln serviert wird (konnten wir am Ende nicht mehr sehen) und sind dann durch die Altstadt spaziert. Es gab ein kleines Musikfestival mit freiem Eintritt vor prachtvoller Kulisse, gerade lief ein Flamenco Konzert mit Gitarre und Querflöte. Überhaupt konnte man in den engen Gassen ganz viel Live-Musik hören, von Chorproben über Familienfeiern...
07. Juli 2017: Motovun und Groznjan
Nach einem entspannten Vormittag am Strand mit Schnorcheln, Lesen und Karten schreiben, haben wir noch mal Geld abgehoben (2500 Kn/ 360 €) - konnten ganz schlecht einschätzen, wie viel wir tatsächlich brauchen würden. Dann fuhren wir ein paar Kilometer nach Motovun.
In Motovun muss man entweder zahlen, wenn man
den Berg hoch fahren möchte, oder man zahlt für den Parkplatz und den
Bus hoch. Die Stadt liegt auf einem 277m hohen Berg, es gibt viele kleine Geschäfte, unter anderem eine Niederlassung der Trüffelmanufaktur (Zigane), wo wir
auch einige kleine Fläschchen als Mitbringsel erstanden haben (9€ im
Schnitt für die Flasche) eine Kirche, ein venezianisches Stadtor uvm. Von der Festungsmauer hat man einen sehr schönen Ausblick auf das umliegende Land, es lohnt sich, einen kleinen Spaziergang entlang der Mauer zu machen.
Anschließend in die ca. 6km entfernte Künstlerstadt Groznjan gefahren. Etwas in der ebenfalls sehr schönen alten Altstadt herumgelaufen.

Hier gibt es sehr viel Kunsthandwerk, Bilder, Fotos. Langsam bekamen wir etwas Hunger. Das Navi kannte den Weg zum Agriturismo Montizel (Tipp von Kerstin und Matthias). Dort bekommt man für kleines Geld eine Platte mit heimischem Käse und Schinken, sowie Bandnudeln mit milden schwarzen Trüffeln.
08. Juli 2017: Gegrillte Dorade und Paddelausflug ohne Delfine

Ich musste bzw. wollte mich aufgrund eines kaputtgegangenen Bikiniverschlusses auf die Suche nach neuer Badekleidung machen und war in Rovinj einkaufen. Frank hatte inzwischen in der Plodine drei Doraden und ein Pfund Crevetten besorgt. Dort im Intersport bin ich dann endlich Bikini-technisch fündig geworden. Zurück in Polari hat Frank die Doraden entschuppt und ausgenomen - nicht immer ganz schonend für die Gallenblase der Fische, aber man lernt ja dazu. Anschließend hat er sie mit Olivenöl, Zitrone, Gewürzen und Knoblauch mariniert und den ganzen Tag durchziehen lassen.
Dann haben wir voller Hoffnung, Delfine zu sehen, eine Bootstour Richtung Sv. Ivan gemacht. Es gibt einige Stände auf dem Campingplatz, die diese Tour mit 100 % Delfin-Garantie anpreisen. Aber warum soll man sich fahren lassen, wenn man auch paddeln kann?
Sv. Ivan ist ein Leuchtturm, der jetzt als Ferienhaus fungiert, erbaut 1853.
Wir haben eine vorgelagerte Insel gefunden, an der wir mit unserem Boot anlanden konnten. Dort sind wir etwas geschnorchelt, haben neugierige Möven verscheucht. Auch auf der Rückfahrt um Sv. Ivan haben wir aber leider keine Delfine gesehen.
Strand zum Anlanden, zurück im Heimathafen und Doraden...
Nach einem langen Nachhauseweg haben wir abends noch gegrillt, Crevetten und Dorade und mit dem Brüllwürfel und lauter Musik die Nachbarskinder übertönt.
09. Juli 2017: Strandtag, Packen und Porec
Ja ok, Frank wollte eigentlich einen ruhigen Tag haben. Ich ja erst auch, aber dann war da noch diese eine Stadt in der Umgebung Rovinjs, die wir noch nicht besucht hatten. Ganz groß stand sie da auf diesem Zettel, den wir die ganze Woche schon als eine Art Checkliste verwendet hatten... Hmm... wir wissen ja auch nicht, wann wir wieder mal hierherkommen, also habe ich Frank abends überredet nach Porec zu fahren. Nach der Parkplatzsuche sind wir durch die Stadt zur Euphrasius-Basilika gelaufen, die UNESCO-Weltkulturerbe ist, aber leider schon zu hatte... In der Konoba Aba haben wir nach einer gewissen Wartezeit einen Platz ergattert und auch ganz gut gegessen. Somit hatten wir fast jeden Winkel Istriens besucht.
Hier gehts zu Kroation TEIL 2!






























































































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