10. Juli 2017: Überfahrt nach Cres; Camping Kovacine
Morgens sind wir um halb acht aufgestanden und hatten ein kurzes Frühstück. Weil das Verstauen der vielen Sachen doch noch recht lange gedauert hat, sind wir erst nach 10 Uhr losgefahren. In Brestova haben wir mit viel Glück die Fähre um 11:15 Uhr noch erwischt, aber nur, weil sie nicht rechtzeitig abgelegt hat. Ansonsten hätten wir noch 1 1/2 Stunden warten müssen.
Fahrt Richtung Fähre mit tollen Ausblicken...
Die Überfahrt dauert etwa 20 Minuten. Auf der anderen Seite hatte sich um die Mittagszeit eine lange Schlange von Fahrzeugen gebildet. Wichtige Info für unsere Rückfahrt in der kommenden Woche.
Cres ist eine sehr lang gestreckte Insel von etwa 70 Kilometern Länge. Die Fahrt zum gleichnamigen Ort, wo sich unser Campingplatz Kovacine befindet, dauerte etwa eine dreiviertel Stunde. Der erste Eindruck von Cres ist landschaftlich wilder und klimatisch heißer, weil der Wind fehlt, der Abkühlung bringen würde.
Unser dortiges Mobilheim war nur ein halbes, also weniger Platz, aber mit einigen Regalen und Ablagen ganz gut ausgestattet. Wir sind erst einmal runter an den belebten Strand gelaufen (feiner Schotter statt Fels) und haben gebadet und gelesen. Abends gegrillt und schon das Boot aufgebaut.
11. Juli 2017: Große Kanutour und Konoba Meli in Cres
Der Bäcker auf dem Campingplatz verkauft Brötchen, von denen man nicht ganz sicher sein kann, ob es nicht vielleicht doch Kuchen ist; etwas sehr hefelastig. In den folgenden Tagen haben wir alle Baguettes und Brötchen ausgetestet; Qualität war leider immer genauso wie die Laune der Verkäuferin: Platz nach oben...
Das Boot ließ sich am Strand gut einsetzen. Laut einer sehr groben Karte haben wir Strände hinter einer Landzunge bei Valun ausgemacht, auf die wir zugepaddelt sind. Bei den Entfernungen haben wir uns mal ganz schön vertan und Wind und Wellen taten ihr Übriges. Als wir die Landzunge (schon ganz schön angeschlagen) umrunden wollten, kamen wir mit der Strömung und den Wellen keinen Zentimeter voran. Ca. 10 min. sind wir auf der Stelle gepaddelt und die Kräfte ließen nach. Dann haben wir Kehrt gemacht und sind an der Küste entlang zurück gefahren, wo wir schließlich einen schönen Strand gefunden haben. Weil wir nur knapp Trinkwasser dabei hatten, sind wir nach kurzem Baden bald wieder aufgebrochen, was ganz schön in die Arme ging.Nach einem kurzen Besuch am hauseigenen Strand haben wir abends die Konoba Meli ausgetestet, die auf Tripadvisor zurecht gut bewertet ist. Während des Essens gab es ein Unwetter und in dem überdachten Biergarten ging ganz schön die Post ab. Unter mir hatte sich ein Fluss gebildet, aber man kann auch essen, wenn man die Füße hochlegt...
12. Juli 2017: Valun und Lubenice mit langer Wanderung
Ausblick süd-östlich von Cres auf Buchten und auf Cres selbst, die von starkem italienischen Einfluss geprägt ist.
Valun in der Bucht von Cres wird im Reiseführer als schöne, einsame Bucht beschrieben. Schön ja, einsam nun etwas weniger. Es war schwierig, überhaupt einen Parkplatz zu bekommen. Geparkt wurde oberhalb der Stadt und wir liefen ein paar Meter bis zu den Stränden (hier gibt es zwei). Wir haben von oberhalb gesehen den linken gewählt, waren auch etwas schnorcheln, aber der Gitarrist, der dort geübt hat, ging mir dann doch etwas auf die Nerven und so sind wir dann bald auch weiter.Lubenice ist gut zu erreichen, der Weg dorthin ist auffällig oft gesäumt von Steinmauern zu beiden Seiten des Weges. Der Ort selbst liegt auf einem großen Felsvorsprung, 378 m über dem Meer, und ist fast vollständig verlassen.
Zum Strand geht's recht steil einen groben Schotterweg bergab, wenn man wie wir den richtigen Weg zum Strand von Lubenice verpasst (irgendwann hätte man rechts abbiegen müssen), dann ist man ca. eine gute Stunde unterwegs in die Bucht von Zanja und wird mit einem schönen Strand inklusive beschwimmbarer Grotte belohnt. Dieses Mal hatten wir auch an genügend Trinkwasser gedacht. Blöd zum Schleppen, aber dann war das Verweilen unten in der Bucht entspannter.
Am Anfang hatten wir das Ziel klar vor Augen: Strand von Lubenice....
Rausgekommen sind wir an der Blauen Grotte, Ausflugsziel für viele Boote...
Die Blaue Grotte ist eine Höhle im Fels, in die man hineinschwimmen kann, wenn man die Kälte des Wassers erträgt. Über Gänge kommt man in einen großen "Raum" mit kleinem roten Strand. Gegenüber des Strandes leuchten Sonnenstrahlen leicht durch das türkise Wasser und die Grotte färbt sich blau. Leider wissen das die Ausflugsboote auch, und sobald man sich freut, dass einiges wegfährt, bemerkt man, dass das nächste direkt danach anlegt.
Und auch wenn der Rückweg anspruchsvoll ist, hat sich der Weg doch insgesamt gelohnt.
Abends waren wir noch in einem kleinen Konzum in Cres zum Einkaufen, der als einziger Supermarkt alkoholfreies Bier führt, und haben danach noch gegrillt.
13. Juli 2017 Vierter Hochzeitstag und Beli
Weil ich mir gewünscht habe, dass wir an unserem Hochzeitstag selbst frischen Fisch grillen (war in Rovinj schon so lecker) hat Frank sich auf die Suche nach einem Fischhändler gemacht. An der Rezeption gabs den Tipp, in Cres direkt am Hafen zur Fischhalle zu gehen. Daneben hat Frank einen italienischen Bäcker gefunden, dort war die Qualität ebenso gut wie die Laune der Bäcker, geht also doch. Frank hat beim Fischhändler ein halbes Pfund Crevetten gekauft und durfte beim Ausnehmen der Doraden zusehen und hat einiges dazugelernt.
Da der Tag sehr windig war, haben wir uns für einen Ausflug mit dem Auto entschieden und sind nach Beli in den Norden der Insel gefahren.
Beli liegt auf einem 130 m hohen Hügel und ist eine der ältesten Siedlungen von Cres. Die Straße dorthin ist schmal und kurvenreich...
Neben dem Hauptstrand direkt an einem kostenpflichtigen Parkplatz, einer Fun-Seilbahn und einer Tauchbasis kann man über einen kurzen felsigen Weg auch eine andere Bucht erreichen. In Sichtweite ist sogar eine dritte, aber wir fanden die zweite Bucht schon so schön und sind dort einige Zeit geblieben. Über der Bucht sind Gänsegeier gekreist, die sich auf Cres paaren. Mit einer Flügelspannweite von fast 3 m wirken sie riesig. In Kroatien leben etwa 280 Gänsegeier und mehr als die Hälfte davon auf Cres. Sie stehen unter Naturschutz. Ein Paar bekommt pro Jahr nur 1 Junges, das erst nach 5 Jahren ausgewachsen ist. Sie wandern und kehren nach 5 Jahren nach Cres zurück, um einen Partner fürs Leben zu finden.
14. Juli 2017: Süden von Cres (Ozor und Mali Losinj), Bucht
An diesem Tag sind wir in den Süden der Insel gefahren. Zuerst nach Ozor (nicht "Hodor", schade eigentlich), die Stadt, die direkt am Übergang der beiden Inseln liegt. Man kann zu beiden Seiten das Meer sehen.
Bis zum 15. Jh. war Osor wirtschaftlich, religiös und politisch bedeutsam, wurde dann aber von Pest und Malaria heimgesucht und alternative Seerouten ließen die Wirtschaft zusammenbrechen. Heute befinden sich viele Skulpturen zum Thema Musik in der Stadt und im Sommer werden klassische Konzerte auf dem Hauptplatz ausgerichtet.
Eindrücke von Ozor...

Danach sind wir weiter nach Mali Losinj gefahren, wo wir uns durch die Stadt bis zum Hafen durchfotografiert haben.
1996 wurde vom Meeresgrund vor Losinj eine Bronzestatue eines Athleten vermutlich aus dem 2. oder 1. Jh. v. Chr. gefunden, für die es nun ein eigenes Museum im Kvarner Palast gibt.
Auf der Suche nach einem Strand sind wir 5 km südlich von Mali Losinj fündig geworden (dazwischen atemberaubende Ausblicke auf die Stadt) bei Krivica. Laut Lonely Planet eine einsame Bucht, inzwischen allerdings mit einigen Booten vor Anker - und noch mehr Seeigeln. Der Weg dorthin war wieder schweißtreibend weit, allerdings ist nicht wirklich viel los und die Aussicht auf die Bucht ist wirklich großartig.
Wieder ein steiniger Abstieg zu einer schönen Bucht: Krivica

Beim Schnorcheln habe ich an diesem Tag das zweite Mal einen Oktopus entdeckt (einmal schon am Heimatstrand Kovacine) und verfolgt. War wirklich wie im Fernsehen, wenn sie ihre Muster und Farben den Hintergründen anpassen. Total schönes Erlebnis.
Auf dem Nachhauseweg doch spontan in der Konoba Bukaleta halt gemacht. Die hatte Frank eigentlich für den Hochzeitstag herausgesucht, das Cres-Lamm war jedoch auch noch einen Tag später sehr lecker.
15. Juli 2017: Kanutour, Privatstrand und Riva in Cres
Dieses Mal sind wir mit dem Faltboot an der Küste entlang nach Norden aufgebrochen und haben schließlich einen Mini-Strand für uns ganz allein gefunden.
Angelandet, der Strand war ein kleines bisschen länger als das Boot, haben wir dort haben den gesamten Mittag und Nachmittag verbracht, haben gelesen, sind geschnorchelt (sehr schön, durch die vielen Felsen) und haben Muscheln und Glassteine gesammelt.
Später wurde der Wind wieder stärker und wir entschlossen uns zur Rückfahrt. Hatten teilweise ganz ordentlich Gegenwind.
Abends waren wir in Cres am Hafen im Restaurant "Riva" essen und sind noch etwas spazieren gegangen. Allerdings war dort eine Veranstaltung mit einer Art Karnevalszug, Bühne und Beschallung. Nicht ganz so romantisch wie erhofft.
16. Juli 2017: Strandtag, Feral und Fototour und Packen
Dieses mal haben wir es tatsächlich geschafft, einmal einen ganzen Tag am hauseigenen Strand zu verbringen. Schon einige Sachen gepackt und im Auto verstaut.
Abends im Nachbarlokal des Riva, im "Feral" gegessen, Postkarten gekauft und auf dem Weg zurück noch spät in der Plodine eingekauft für die Rückfahrt.
17.07.2017: Rückfahrt, Lubliana und München
Kurz nach halb sechs aufgestanden und so noch gerade so die Fähre zum Festland erwischt, die um diese frühe Zeit nur halb voll war.
Weil Frank keine Lust auf Grottenolme hatte (in Slowenien gibt es einige
Höhlensysteme, die man besichtigen kann) - für mich übrigens vollkommen unverständlich -, haben wir Station in Lubliana gemacht, eine sehr schöne, gepflegte Stadt mit einer tollen Atmosphäre.Statt Grottenolmen habe ich dann eine Sonnenblume bekommen...
In der Stadt gibts auch einen Platz, an dem es immer regnet....
Gute Fahrt bis München gehabt. Dort im uns bekannten Holiday-Inn am Isartor eingecheckt. Die Straße hoch zum Weißenburger Platz gelaufen und wieder in dem Asiaten "Spicery" gegessen, weil uns die Alternativen nicht zusagten.
Am nächsten Tag noch kurzer Stadtbummel bis zum Stachus und nach Hause... ENDE






































































































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