Montag, 28. Januar 2008

Reisebericht Queensland

So, 20.01.08 Cairns

Wieder nicht ausschlafen.. Arbeiten, Telefonieren nach Deutschland und ein doofer Englischtest haben mich immer um 6 Uhr aus dem Bett fallen lassen.
Heute wars der Flug von Sydney nach Cairns.




Dafür gabs aber super Ausblicke
aus dem Flugzeug,
die meine Vorfreude
auf den Urlaub noch größer machten...



Dann kam allerdings um 10.40 Uhr der Temperatur- und Klimaschock: schon 36° Celsius mit einer unglaublich hohen Luftfeuchtigkeit.. Dadurch ist die UV Strahlung sehr hoch, na ja... extrem..


Alles, wozu ich fähig war:
Am Hafen im Café
einen Kaffee trinken...








Das Einzige, wonach es mir am ersten Tag in Cairns war, war Eisessen!! Später waren es fast 40°, nur beim Einkaufen gab es von den Klimaanlagen Abkühlung: Sonnenbrille, Unterwasserkamera, Notfallregenmantel...ich kam in einen richtigen Kaufrausch, war aber danach bestens auf den Urlaub vorbereitet :-)

Cairns hat eine öffentliche Lagune zum Abkühlen, direkt am Meer...
Sehr praktisch, denn im Meer kann man zu dieser Jahreszeit nicht ohne Stinger Suit ins Wasser. Stachelrochen, aber auch 2 bestimmte Arten von Quallen, eine nur so groß wie eine Kirsche, sind lebensgefährlich.




Mo, 21.01.08 Daintree Rainforest & Cape Tribulation

Die erste Tour ging auch wieder früh los: 10 nach 7 ab in den Norden. Ziel war der Regenwald und Cape Tribulation. Der Daintree Rainforest ist 120 Millionen Jahre alt.
Mit über 1000 Pflanzenarten übertrifft er die gesamte Flora Europas und Nordamerikas um Längen.


In diesem Fluss gab es keine Krokodile, zumindest wurde uns das erzählt..
Wir waren mal kurz baden..






Der Palmfarn Lepidozamia Hopei
kann bis zu 20 m groß werden,
und gehört zu den ältesten
Pflanzen im Daintree Rainforest.










Captain Cook lief am 11. Juni 1770 auf ein Korallenriff bei Cape Tribulation auf und musste 7 Wochen lang sein Schiff auf einer Sandbank reparieren.


Dabei wurden Expeditionen in die Umgebung gemacht und der Landschaft Namen gegeben. Der Name Tribulation kommt von Trouble, außerdem gibt es seitdem einen Mount Sorrow und einen Mount Misery..
Cook musste echt gute Laune gehabt haben..



Im Regenwald von Queensland lebt ein gefährlicher Vogel, der Cassowary. Es gibt nur noch 2300 dieser Art in Australien und man begegnet ihnen selten, aber wenn, muss man sich ganz schön in Acht nehmen.. Der Vogel ist so groß wie ein Mensch und aggressiv.

Es gibt aber auch harmlose Truthähne, so wie diesen hier.. Uns gaaaaaanz viele Schmetterlinge, Libellen, Spinnen und Frösche.











Die Krokodile im Daintree River werden bis zu 6-7 m lang. Allerdings hat Queensland neben Süßwasser- auch Salzwasserkrokodile zu bieten.. Also besser Aufpassen!

Laura und ich am Lookout...









Wo der Regenwald das Meer küsst... Cape Tribulation











Krokodile im Daintree River:
Die meisten warten darauf, dass ein Flughund aus Versehen ins Wasser fällt. Sie hängen an den Mangrovenbäumen direkt am Fluss.










Di, 22.01.08 Pa
ssions of Paradise: Scuba Diving Great Barrier Reef

Der Katamaran Passions of Paradise brachte etwa 30 Passagiere ans Great Barrier Reef. Das Riff besteht aus fast 3000 eizelnen Korallenriffen, die sich über mehr als 2000 km vor der Nordküste Queensland bis nach Papua-Neuguinea erstrecken.

Die Farbe des Wasser war selbst bei bewölktem Himmel atemberaubend. Man konnte ganz tief blicken, natürlich die besten Voraussetzungen für das Schnorcheln.
Die dunklen Schatten im Wasser sind die Korallenriffe...




Da Laura und ich in die erste Tauchgruppe eingeteilt wurden, war ich natürlich gleich etwas aufgeregt. Ob das gutgeht? Statt Übungen im Swimmingpool ging es gleich ins Meer!

Na ja.. fast "gleich". Mit massig Gewicht am Rücken und an den Hüften ging es für mich das erste mal in Flossen auf Deck vorwärts und die Treppe runter. Laura sollte eigentlich gleich springen, dann wurden wir aber zurückgerufen.. Bloß nicht hinfallen und die ganzen Treppen wieder rauf! Angeblich war ein Übungsseil gerissen, vielleicht wars aber auch der kleine Hai, der sich dann bei der Fischfütterung gezeigt hat, dessen Anblick die Crew uns beim ersten Tauchgang ersparen wollte.. Wir werden es nie erfahren..
Bei einem großen Weißen, sollten wir uns aneinanderhaken, um uns größer zu machen und ruhig abwarten.. Na, dann mal ins Wasser!

Der zweite Versuch ist gut gegangen. Ein bisschen Atmen durch den Schlauch, zweimal üben, wie man Wasser wieder rausbekommt und 3 mal das Wasser aus der Brille unter Wasser entfernen, fertig! Gerüstet für 45 min. Tauchen.

Wie schön das Riff ist: Bunte Korallen, bunte Fische, riesige Muscheln... Nemo war natürlich auch da.. Wir haben Muscheln, Seeschnecken und Anemonen angefasst und ich habe einen großen Fisch gestreichelt.. wow.. Und dabei fühlt man sich als würde man schweben, klasse, kann bestimmt süchtig machen!!!


Bei der Fischfütterung haben sich nicht nur vegetarische Fische gezeigt...




Laura hat schon genug vom Schnorcheln...






Hier die Unterwasser-Sicht, leider nur mit einer Einwegkamera...














Papagei-Fische...


Auf der Fahrt zum Paradise Reef haben wir Delfine gesehen... Die lassen sich aber nicht so leicht fotografieren.






Am Paradise Reef bin ich Schnorcheln gegangen. Nemo hab ich gleich gaaaanz feste gedrückt ;-)


Ich kam mir wirklich vor wie Nemo. Wisst Ihr noch, wo die Musik plötzlich aufhört zu spielen, wenn er vom Riff weg in das große weite Meer schaut (wo die Fische zum Abgrund schwimmen)?

Am Paradise Reef ging es bestimmt 20 m in die Tiefe und wirklich sehen konnte man so weit nicht.. Da wird einem ganz unheimlich, wenn plötzlich Fische auftauchen, die man nicht kommen gesehen hat...

Am Riff fühlt man sich wieder geborgen...



Paradise Reef...












Die Fische sehen aus wie Pinochio..









Auf der Rückfahrt kamen die ganzen Quallen zum Vorschein.. Was ein Glück dass ich diesen meterlangen Tentakeln nicht begegnet bin!

Mi, 23.01.08 Zugfa
hrt Tilt Train Cairns nach Proserpine

Cairns lebte früher hauptsächlich vom Zuckerrohr-Anbau. Natürlich wurden auch Palmen angebaut, die für die Kosmetikindustrie Öle lieferten. Bananenplantagen gibt es auch massig. Irgendwann wurde die Haupteinnahmequelle vom Tourismus abgelöst, aber das Landschaftsbild ist trotzdem noch sehr vom Zuckerrohr geprägt.










Richtung Proserpine wurde es immer sumpfiger... Dabei konnte ich ganz viele unterschiedliche Vögel sehen: Adler, Falken, Kraniche, Pelikane...



Mit dem Bus ging es von Proserpine weiter nach Airlie Beach.
Da kam ich mir eher vor wie in einem Skiort: Schlechte Musik und ganz viele betrunkene Leute..
Partystadt Australiens...




Do, 24.01.08 Sege
ln auf der Schooner Friendship an den Whitsunday Islands

Auf der Schooner Friendship waren wir 10 Leute plus Skipper und Koch. Beste Voraussetzungen für eine entspannte Fahrt.

Die Whitsunday Islands sind 74 Inseln, die eigentlich Spitzen eines versunkenen Küstengebietes sind.

Da sie noch im Bere
ich des Great Barrier Reefs liegen, gibt es auch hier ganz viele Korallenriffe, an denen man fantastisch schnorcheln kann.



Unsere Koje war ganz schön klein und vor allem heiß.. Einige haben an Deck geschlafen..









Am ersten Tag ist noch nicht viel passiert..

Ein bisschen Segeln und vor allem: Langustinos und Fisch auf dem Barbie zum Abendessen mit einem guten Weißwein!
So lassen wir es uns gutgehen!






Fr, 25.0
1.08 Segeln, Schnorcheln und Whitehaven Beach

Um 6 Uhr morgens ging der Motor an, und wir fuhren in Richtung Whitehaven Beach.

Wir legten auf der anderen Seite der Insel an, wo ganz viele Schildkröten auftauchten. Faszinierende Tiere.














Der Whitehaven Beach
ist ein 6 km langer Sandstrand, der allerdings nur bei Ebbe komplett sichtbar ist. Wir waren morgens bei Flut da, trotzdem ein wirklich schöner Strand!
Weicher, weißer Sand und Motiv für viele schöne Bilder...

















Fußbild für Kaddy...







Nach dem Beachwalk ging es zweimal Schnorcheln. Wieder wunderschöne Einblicke in die Unterwasserwelt, allerdings auch viel Plankton, was dann in der Sonne manchmal so leuchtet, dass man kaum was sehen kann..
Eigentlich dachte ich ja, dass ich die Haie anlocke, weil ich mir auf dem Weg zum Beach im Wald meinen Zeh etwas blutig gemacht habe.. Nachdem dann so was ähnliches mit meinem Finger passiert ist, hab ich gedacht, dass ich unbewusst wahrscheinlich wirklich einem Hai begegnen WILL. Ist mir aber trotz Blut nicht gelungen :-(

Sarah, die wir auf dem Schiff kennengelernt haben, und ich bei Sonnenuntergang.













Sonnenuntergang über dem Meer ist immer was besonderes.

Kurz darauf sind sogar wieder Delfine an uns vorbeigeschw
ommen. Aber mit dem Fotografieren ist das immer so eine Sache... Meistens ist man zu fasziniert von dem Geschehen, dass man das Fotografieren vergisst.






Sa, 26.01.08 Segeln, Schnorcheln.. und abends zurück nach Sydney

Der Stinger-Anzug hatte sogar Kapuze und Handschuhe... Sieht schon etwas bescheuert aus...








Segeln kann sehr entspannend sein..

Sarah sieht das auch so...


Andere sahen das ganz genauso...















Aber bald schon mussten wir zum Hafen nach Airlie Beach zurück...

2 Kommentare:

Kaddy hat gesagt…

Das Fußbild is ne Mogelpackung, da sieht man ja nur die Hälfte! ;)
Schön, dass du einen tollen Urlaub hattest! :)

Marei hat gesagt…

Warte, das ändere ich gleich für Dich ;-) hab noch ein "richtiges" Fußbild vom Whitehaven Beach...
Samstag gehts schon wieder in den Urlaub! Dann gibts neue Bilder! :-)