Mein neues Lieblings-Geburtstagsbild: nach dem Baden in einer wunderschönen Gorge im Karijini National Park!

Trotz 5.30 Aufstehen und langer Zeit im Bus, hatte ich einen wunderschönen Geburtstag. Bei Sonnenaufgang haben sich einige Roos gezeigt, wir haben mehrere Wedge-tailed Eagles gesehen. Dabei handelt es sich um den größten Raubvogel Australiens mit 1,8 bis 2,5 m Flügelspannweite. Sie suchen sich früh seinen Partner und bleiben ein Leben lang mit ihm zusammen.
Die Gegend glich während der Fahrt immer mehr dem Rotem Zentrums Australiens: Roter Sand, Hügel aus Sandstein, unterirdische Flüsse mit River Red Gums, Spinifex und Termitenhügeln. Die lange Fahrt wurde mir durch einen Happy Birthday Song angenehm gemacht :-) Trotzdem fiel es schwer zu glauben, dass ich tatsächlich Geburtstag habe: Ohne Handynetz (wo sind die Anrufe und SMS?) und 40° Außentemperatur! Wann hatte ich sowas schon mal? Die erste Bush Toilette war netterweise mit Pornomagazinen gefüllt.. Entweder das, oder man fand riesige Spinnen über dem Klo oder Ameisen bissen einen von unten.. Die angenehmen Seiten des Buschs! Unser Lunch unter River Red Gums mochten die Fliegen noch mehr als wir.. Mittags fuhren wir das letzte Mal zu einem Supermarkt, in der Stadt Tom Price.
Der Höhepunkt des Tages war die Hamersley Gorge:2 Süßwasserpools in einer spektakulär aussehenden Gorge.
Die Felsen sehen aus wie Wellen, von grau, violett über rot bis hin zu weiß. Davor die River Red Gums... traumhaft.
Ein Wasserfall im zweiten Pool eignete sich bestens für die Nackenmassage. Was will man an seinem Geburtstag mehr?

Mount Bruce... Verbrannte Erde und Regenwolke
n...
"Plush Camping" von wegen "wild" im Karijini Eco Retreat. Die Zelte sind aufgebaut, haben einen Holzboden. Es gibt eine Kochstelle mit Spüle und ein echtes, normales Klo und Waschbecken. Na wenn das kein Luxus ist!
Meine Geburtstagsparty war super! Ich wollte eigentlich nicht feiern, habe aber einen Kuchen mit Kerzen und Schirmchen bekommen, als Geschenk gab es einen Stubbie Cooler (sehr praktisch!), 6 Flaschen Cidre und Süßigkeiten! Die Gruppe war fantastisch, haben mir meinen Geburt stag echt schön gemacht (dafür, dass ich von der Außenwelt abgeschnitten war, was ich gar nicht bemerkte..)!

Nach dem Alkohol wollte ich meinen Swag (australischer Schlafsack mit integrierter Matratze) von der "Veranda" des Zeltes auf den Boden legen und bin umgeknickt.. Klasse! Hat total weh getan.. Diagnose Knöchel verstaucht... Der erste Gedanke: "Hoffentlich kann ich morgen die Walks mitmachen!!!"
Mal abgesehen von meinem schmerzenden Knöchel habe ich meinen Geburtstag in sehr guter Erinnerung. Ich habe das erste Mal an meinem Geburtstag gebadet, es waren über 40 Grad, ich habe einen Regenbogen gesehen und als krönenden Abschluss draußen unter den Sternen geschlafen, mit einigen Shooting Stars... :-)))))))))))))))))))))))))
17.02. Karijini NP: Joffre Gorge, Knox Gorge, Hancock Gorge
Für meinen Knöchel gabs morgens erstmal eine Fuß-Bandage... gut, dass ich knöchelhohe Schuhe dabei hatte, so ließ es sich einigermaßen beim Wandern aushalten. Der erste W eg führte uns direkt vom Campingplatz in die Joffre Gorge.

Knox Gorge hat beim Trekken Grad 4 und dabei war nicht nur durch meinen verstauchten Knöchel große Konzentration gefragt. Viele wackelige Steine machten den Abstieg schwer. Außerdem kam man an bestimmten Stellen nur durch, wenn man sich an den Felsen direkt am Wasser herumhangelte.

Nach dem Mittagessen (die Stärkung war bitter nötig),
ging es zue rst zu einem sehr schönen Lookout.
ging es zue rst zu einem sehr schönen Lookout.

Hancock Gorge: Der Walk am Nachmittag fie l anfangs besonders schwer. Nicht nur mein Fuß schmerzte, mein Kopf hämmerte (obwohl ich wirklich viel getrunken habe) und ich fühlte mich schlapp. Aber ich war nicht die einzige, der es so ging...

Die Erlösung kam nach einem kurzen Abstieg in 2 Pools, die man erstmal durchschwimmen musste, um zum "Spider Walk" zu kommen (man brauchte beide Hände und beide Füße rechts und links, direkt über einem Abgrund). Den Spider Walk habe ich ausfallen lassen und bin etwas länger im Swimming Pool mit Fröschen, Libellen und Schmetterlingen geblieben... Sehr entspannend und eine gute Gelegenheit, für eine lange Nacht Kraft zu sammeln....

18.02. Karijini NP: Dales Gorge
Unser erstes Ziel des Walks in der Dales Gorge waren die Fortescue Falls, da eine andere Tourgruppe zuerst zum Circular Pool gegangen ist und wir lieber alleine baden wollten..

Die erste Erfrischung habe ich allerdings wegen meiner Bandage am Fuß ausfallen lassen. Es sollten ja noch einige andere Abkühlungen auf uns warten :-)
Fern Pool.. eine heilige Stätte der Aboriginees: Sie bitten auf Schildern, sich ruhig zu verhalten, leise zu sprechen und nur über die Leiter vorsichtig ins Wasser zu steigen. Der Ort hat in jedem Fall etwas, nicht nur durch die Ruhe, die dort herrschte..

Ein Goana am Fern Pool...


Danach besichtigten wir noch Höhlenmalereien, die zu den ältesten überhaupt gehören sollen. Schon beeindruckend... aber nicht für den Blog bestimmt..

Ein Lizard auf dem Weg zum Circular Pool.
und eine Dragon Fly...
Circular Pool...

von oben...

und der kleine "Wasserfall"...
Der letzte Blick...
Am Abend erfuhren wir, dass unser Tourguide Jess von der Zentrale Ärger bekommen hat, weil sie sich zwischendurch nicht mehr gemeldet hatte. Gut für uns, denn die Zentrale wollte uns aufgrund des Cyclone Nicholas umkehren lassen in den Süden. Karijini wäre für uns so gar nicht möglich gewesen. Die Gruppen, die nach uns gestartet sind, mussten alle umkehren und werden in diesem Urlaub den Karijini National Park nicht mehr erleben - vielleicht sind sie sogar in den eingerichteten Evakuierungszentren für Touristen gelandet.. wer weiß. Wir stießen auf jeden Fall erstmal mit einem Bier an!!Karijini NP war super und ein Highlight unserer Tour!

Termitenhügel.. nicht der größte, den wir gesehen haben, sieht aber trotzdem imposant aus, oder?
Abends bekamen wir jedoch die Ausläufer des Wirbelsturms mit: Es fing an zu regnen und hörte gar nicht mehr auf! Gut, dass wir die 3 Tage voll ausgekostet haben und am nächsten Tag eh weiterfahren würden! Wir gingen früh ins Zelt und wurden aufgrund des komfortablen Holzbodens nicht vom Regen weggespült... Trotzdem waren natürlich am Morgen alle Sachen klamm und modrig..
19.02. Port Hedland und 80 Mile Beach
In der Nacht regnete es durch und am Morgen regnete es weiter. Ohne Roxy, unseren 4WD Bus, wären wir aus Karijini nicht herausgekommen: kleine Seen überall (für einen normalen Bus nicht zu schaffen). Also wieder Glück gehabt! Einerseits an dem Cyclone vorbeigefahren und andererseits nicht durch Überflutungen steckenbleiben!
Nach dem Mittagessen in Port Hedland, einer salz- und eisenexportierenden Stadt, die aber sonst nicht viel zu bieten hat (außer riesige Transportschiffe, Salzhügel, Eisenbahn...), ging es weiter in Richtung 80 Mile Beach.
Wir haben ja auf ein schönes Bad gehofft.. aber die Krokodile hielten uns davon ab...
Kurz vor dem Beginn des 80 Mile Beaches begrüßten uns Känguruhs....Känguruhmami mit Joey...
und noch ein Roo...
Schwimmen war nicht nur wegen der Krokodile verboten: Steinfische, Cone Shells und Haie warten darauf, Menschen anbeißen oder vergiften zu können :-) Sehr nette Gegend..


Die Krabben bloß in Ruhe lassen, einige sind giftig!
Sterndollars, die leben nicht mehr...

Viel Strand, wenig Wasser? Nee.... die schönsten Muscheln gabs weit hinten... und.. wer weiß, was im Wasser auf einen wartet???
Der 80 Mile Beach kurz vor unserer letzten Nacht unter den Sternen...
Und IN der letzten Nacht....

Ein Gecko im
Badezimmer unseres
Campingplatzes...
Über jedes öffentliche Klo, das keine Bush Toilet ist, freuten wir uns jetzt doch sehr! Aber noch mehr, wenn sich tatsächlich in der Toilette Seife und ein Waschbecken befand! Luxus!
Was wir noch so vermissten:
- eine laaange Dusche..
- guter Kaffee
- ein Essen OHNE FLIEGEN!
Auf dem Campingplatz bei Wallal Downs kam dann eine unangenehme Überraschung: Gruppe vor uns hat Swags nass zusammengerollt. So haben diese schon angefangen zu schimmeln!!! Wir schliefen auf der Zeltunterseite in unseren Schlafsäcken. Wie gut, dass es nicht geregnet hat! Nochmal Glück gehabt!
20.02. Sonnenaufgang 80 Mile Beach und Cable Beach, Broome
Da wir in der Schildkröten-Brutsaison am 80 Mile Beach waren, sagte man uns, wir hätten die Chance, Mini-Schildkröten vor Sonnenaufgang zu sehen wie sie ins Wasser kriechen. Leider haben wir keine gesehen, dafür aber schöne Muscheln gesammelt und Känguruhs bei Sonnenaufgang gesehen.. Ist doch auch schön.

Fahrt nach Broome:
Spaziergang am Cable Beach, einen richtigen Kaffee trinken (Café Latte) und Pizza-Dinner mit der Gruppe.
Um 18.30 Uhr hieß es dann "Goodbye" lustige Reisegruppe!
Und Flug nach Perth...
Der berühmteKamelritt in den
Sonnenuntergang am
Cable Beach in Broome..55 $... bin ja nicht bescheuert,
das kann ich im Opelzoo günstiger haben :-)))
21.02. Flug Perth Sydney

So begrüßte mich Sydney am Morgen... traumhafte Stadt!





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