Freitag, 31.07.2009Einer der Hauptgründe für Frank nach London zu fliegen und sich gegen meinen gewünschten Strandurlaub auszusprechen (grrr.. ;-) ) war das British Museum. Das stand am Freitag auf dem Programm. Nach einem Kaffee in einem der vielen Coffee Shops liefen wir zum Museum und schauten uns zuerst das eindrucksvolle Glasdach an (ist ja jetzt bei mir auch "Berufskrankheit"). Die Ausstellung über Ägypten fand danach unsere Aufmerksamkeit, beim alten Europa hatte ich dann so Rückenschmerzen, dass ich nicht mehr ganz aufnahmefähig war.
Stein von Rosetta + Fußbild von Frank für Kaddy ;-)



Nach dem Mittagstisch beim Thai (jaaa, wir waren viel essen...) und einem Kaffee am Trafalgar Square liefen wir die nicht beendete Tour vom Vortag weiter und begannen mit den Houses of Parliament und dem bekannten Türmchen Big Ben.




Houses of Parliament und Westminster Abbey





Das London Eye sieht ja schon toll aus, weniger allerdings die Schlange davor und die Vorstellung mit zig anderen Touristen in einer aufgeheizten Kugel STEHEND über London zu schauen.. für einen stolzen Preis: 17 Pounds (während eine Bootsfahrt auf der Themse nur 12 Pounds kostet).
Ach nee, die Füße waren eh schon mit Tape versehen und taten weh, was Ihr hier auf dem Fußfoto für Kaddy vielleicht sehen könnt (trotzdem strahlen sie wie neu, hehe). Wir legten uns lieber vor die Wiese mit dem London Eye und schauten den Touristen zu wie sie in der Schlange standen :-)





Auf dem Rückweg zum Hotel stoppten wir noch beim Sherlock Holmes Pub, tranken Ale und rauchten einen Zigarillo. Allerdings hätten wir uns hier doch wieder für den Cider entscheiden sollen (dieses Bier... na ja..).
Abends am Piccadilly Circus und Leicester Square ist die Hölle los...






Die Atmosphäre in China Town und Soho sollte man sich abends nicht entgehen lassen. Auf 10 Leute kommen etwa 2 Polizisten. Die Engländer sind alle schon um 18 Uhr betrunken, weil sie mit dem Feierabendbier am Freitag schon um 16 Uhr angefangen haben.




Weil wir nicht genug davon kriegen konnten und die Auswahl wirklich groß ist, gingen wir nochmals indisch essen. Dieses Mal wählten wir ein etwas teureres Restaurant namens Melä. Das Essen war zwar gut, schmeckte aber nicht unbedingt indisch (obwohl Bedienungen und Köche definitiv indisch aussahen). Eigentlich wollten wir ja Salsatanzen gehen und suchten uns im voraus die "Bar Salsa" heraus. Als wir dort vorbeigingen wollten wir aber gar nicht mehr hineingehen... Reggaeton Musik und komische Leute.. Es ging tief in den Keller... :-( Stattdessen ließen wir den Abend in einem der vielen Pubs ausklingen.
Samstag, 01.08.2009Samstag ist Markttag, vor allem in Notting Hill. Der Portobello Market ist eine Mischung aus Antiquitäten und Touristen-Souvenirs. Und er ist vor allem GUT BESUCHT. Ich schaute schon in Covent Garden nach dem Ring, den mir meine Mutter mal aus London mitgebracht hatte und den ich seither am rechten Daumen trage, war aber nicht erfolgreich. In Notting Hill fanden wir ihn und die Verkäuferin war überrascht, dass ich ihn noch mal haben wollte. Immerhin habe ich jetzt Ersatz, falls ich den einen verlieren sollte.
Frank entschied sich gegen die Zuckerdose für 140 Pounds...









Harrods und National History Museum...


Mittags gingen wir ins Harrods und kauften tatsächlich etwas. Mir war es aber ein bisschen zu teuer, so fuhren wir noch mal nach Covent Garden, wo es viele Geschäfte gibt. Die Kleider sehen meist aus wie Säcke und sind dann noch zu kurz - ich fand einfach nichts.
Frustessen war wiedermal indisch. Wir gingen dieses Mal kein Risiko ein und aßen wieder in der Masala Zone. Eine Bedienung erinnerte sich sogar an uns - das ist doch nett, in einer Großstadt wiedererkannt zu werden..
Die nächste Herausforderung ließ nicht lange auf sich warten. Wir versuchten, eine Salsaparty ausfindig zu machen. Dafür hatten wir aus dem Internet 2 unterschiedliche Locations herausgeschrieben, die eine gute Kritik bekommen haben. Nummer 1 sollte jeden Samstag stattfinden, als wir jedoch mit der U-Bahn angekommen sind und die Adresse fanden, standen wir vor einem ruhigen, dunklen Studentenwohnheim. Ich fragte 2 Studenten, ob sie wissen ob irgendwo hier eine Salsaparty stattfände und sie sagten, dass wir an einem falschen Tag da seien. Einmal im Monat Freitags wäre die Party und würde tatsächlich im Studentenwohnheim stattfinden.
U-Bahn Haltestelle King's Cross, in der 31 Menschen bei dem Brand 1987 starben..
Aber wir hatten uns ja noch eine zweite Möglichkeit herausgeschrieben und fuhren wiederum mit der U-Bahn an die besagte Adresse. Dieses Mal landeten wir vor einem Wohnhaus, das einen Holzvorbau (wie bei einer Baustelle) hatte, der verschlossen war. Wieder nichts....
Zurück an der U-Bahn Haltestelle entdeckte ich einen Mann mit Turnbeutel und in Begleitung einer Frau. Ein Turnbeutel ist oftmals ein Indiz für einen Tänzer, deswegen entschieden wir uns, den beiden zu folgen. Fragen wäre ja auch langweilig gewesen. Sie liefen in Richtung einer Taverne, blieben vor einem Oldtimer stehen und bewunderten ihn. Um nicht aufzufallen, haben wir uns anderweitig beschäftigt gezeigt (Ihr dürft raten wie...) und folgten ihnen dann weiter. Als sie zielstrebig auf einer Kirche, die St. James zuliefen, wollte ich eigentlich schon umkehren. Sie gingen in den Keller. Draußen war kein Schild zu sehen, was auf eine Party hindeuten würde und doch drang Tangomusik aus dem Keller...
Tango? - "warum nicht" dachten wir und tanzten eben Tango in "The Crypt" der St. James Church in Eastern Central London bei Live Musik und toller Atmosphäre... 12,50 Pounds inklusive Getränke (auch Wein). In der Pause kam sogar ein Salsasong vom Band, da legten wir dann richtig los. Wir hatten einen perfekten Abend.


Sonntag, 02.08.2009
Eigentlich wollten wir eine Bootstour auf dem Regent's Canal machen, waren aber durch den Camden Town Market, die bizarren Häuser und den alten Pferdemarkt (Stables) so abgelenkt, dass wir keinen Schalter fanden, wo man diese Bootstouren buchen kann.









Wir entschieden, einfach ein wenig Richtung "Little Venice" zu laufen, nachdem wir uns auf die Suche nach Terry's Chocolate Orange machten. Daria wollte so gerne eine mitgebracht bekommen und am Liebsten die zartbitter Schokolade, die wir bisher noch nirgends gefunden hatten.

Ich würde Euch ja gerne ein paar Bilder von der Schokolade zeigen, allerdings ist meine Speicherkarte wohl wirklich hinüber und die meisten Bilder vom letzten Tag, die ich für den Blog nutzen kann sind Franks Bilder (der die Schokolade nicht fotografiert hat).


Nach dem Spaziergang am Kanal liefen wir noch durch den Regent's Park bis zum Boats Lake, wo wir uns ein Ruderboot ausliehen.. Für wen das Arbeit und für wen Vergnügen war, seht Ihr auf den Bildern ;-)



Goodbye London...








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